Konto im Ausland eröffnen (2026)

Ein Konto im Ausland eröffnen klingt nach Bürokratie, ist für viele Deutsche aber der günstigste Weg, Gehalt, Miete oder Ersparnisse in einer anderen Währung zu verwalten. Wie leicht es geht, hängt fast nur vom Zielland ab: In der EU hast du ein Recht auf ein Basiskonto, in den USA oder Singapur entscheiden Visum, Wohnsitz und Steuernummer.
Wer für Job, Studium oder Work and Travel auswandert, braucht das Auslandskonto für Gehalt, Kaution und Lastschriften. Wer dagegen nur Geld in Dollar, Pfund oder Singapur-Dollar empfangen oder ausgeben will, kommt mit lokalen Kontodaten oft ganz ohne Bank vor Ort aus.
Dieser Ratgeber zeigt, in welchen Ländern du ein Bankkonto im Ausland eröffnen kannst, was das kostet, welche Banken schon vor der Einreise eröffnen und was du dem Finanzamt und der Bundesbank melden musst.
Bestes Auslandskonto für Deutsche (kostenlos, ohne Reise)
Wenn du Geld in einer fremden Währung empfangen, halten oder ausgeben willst, bevor du vor Ort ein Konto hast, oder ganz ohne Umzug, ist das der Weg, der heute funktioniert.
- Lokale Kontodaten in 8 Währungen: USD, GBP, CAD, AUD, NZD, SGD, HUF und EUR
- Eröffnung in Deutschland: per App mit Reisepass oder Personalausweis, ohne Visum
- Keine Monatsgebühr: kein Mindestguthaben, keine Kontoführungsgebühr
- Euro zum Mittelkurs tauschen: rund 0,43 bis 0,48 % Gebühr statt 3 % Bankaufschlag
- Inlandszahlungen kostenlos empfangen: etwa ACH, Faster Payments, EFT und FAST
- Karte für 7 Euro: weltweit zahlen, bis 250 Euro im Monat gebührenfrei abheben
Kannst du als Deutscher ein Konto im Ausland eröffnen?
Ja, aber die Regeln hängen vom Land ab. Innerhalb der EU hast du als Deutscher ein gesetzliches Recht auf ein Basiskonto, auch ohne Wohnsitz vor Ort. Außerhalb der EU verlangen Banken meist Visum, Adresse oder Steuernummer im Land, und viele bestehen auf einem Termin in der Filiale.
Innerhalb der EU: das Recht auf ein Basiskonto
Die EU-Zahlungskontenrichtlinie von 2014 verpflichtet jedes Mitgliedsland, allen Verbrauchern mit rechtmäßigem Aufenthalt in der EU ein Basiskonto zu ermöglichen. Nach Artikel 15 dürfen Banken dich nicht wegen deiner Staatsangehörigkeit oder deines Wohnorts ablehnen. Wer in Hamburg wohnt, kann also grundsätzlich ein Konto in Spanien, Italien oder den Niederlanden eröffnen.
Der Haken steht in Artikel 16: Die Mitgliedstaaten dürfen verlangen, dass du ein echtes Interesse an dem Basiskonto nachweist, etwa eine Ferienwohnung, einen Arbeitsvertrag oder ein Studium vor Ort. Der Nachweis darf nicht zu aufwendig sein, wird aber unterschiedlich streng ausgelegt. Dazu kommen nationale Pflichten wie in Spanien die Ausländeridentitätsnummer NIE, ohne die viele Banken kein normales Konto führen.
Außerhalb der EU: Visum, Adresse und Filialbesuch
In den USA, Großbritannien, Kanada, Australien, Neuseeland und Singapur gibt es kein vergleichbares Recht für Ausländer ohne Wohnsitz. Jede Bank entscheidet selbst, und die Hürden unterscheiden sich stark. Die Tabelle zeigt, woran ein Bankkonto im Ausland in der Praxis meist scheitert.
Land | Typische Hürde | Vor der Einreise möglich? |
|---|---|---|
USA | Sozialversicherungsnummer oder ITIN, Adresse in den USA | selten, meist Filialbesuch |
Großbritannien | Adressnachweis im Land | bei HSBC UK aus vielen Ländern |
Kanada | zwei Ausweisdokumente aus verlässlichen Quellen | bei RBC nicht für Deutsche |
Australien | Identitätsprüfung in der Filiale | bei CommBank bis 14 Tage vorher |
Neuseeland | Visum mit 6 Monaten Restlaufzeit | bei ANZ bis 90 Tage vorher |
Singapur | Employment Pass, Student Pass oder IPA | bei DBS mit IPA |
Auffällig ist, wie selten es ums Geld geht. Mindesteinlagen spielen bei Privatkonten kaum eine Rolle, entscheidend sind Identität, Aufenthaltsstatus und Adresse. Wer ohne Visum oder Wohnsitz ein Bankkonto im Ausland eröffnen will, scheitert deshalb meist schon am Antrag, nicht am Kontostand.
Ist ein Auslandskonto legal?
Ja. In Deutschland gibt es kein Verbot und keine Genehmigungspflicht für ein Konto im Ausland, und eine eigene Meldepflicht für das Konto selbst gibt es für Privatpersonen nicht. Pflichten entstehen erst durch das, was auf dem Konto passiert: Zinsen gehören in die Steuererklärung, und sehr große Zahlungen an oder von Ausländern musst du der Bundesbank melden. Beides erklären wir weiter unten.
Ohne Visum: lokale Kontodaten in Dollar, Pfund und mehr
Wenn dir vor allem Kontodaten fehlen, um Geld in einer fremden Währung zu empfangen, brauchst du dafür weder Visum noch Flug.
- USD, GBP, CAD, AUD, NZD und SGD mit lokaler Kontonummer auf deinen Namen
- Eröffnung von Deutschland aus, Identitätsprüfung per App
- Inlandszahlungen kostenlos empfangen, etwa Gehalt, Honorare oder Rückzahlungen
Wann sich ein Konto im Ausland wirklich lohnt
Ein Konto im Ausland lohnt sich, wenn du dort lebst, arbeitest oder regelmäßig in der Landeswährung zahlst: für Gehalt, Miete, Lastschriften und Kaution. Innerhalb der Eurozone brauchst du meist keines, weil dein deutsches Konto dank SEPA genauso funktioniert. Für reine Zahlungen in fremder Währung reichen oft lokale Kontodaten.
In der Eurozone reicht meist dein deutsches Konto
Seit der SEPA-Verordnung von 2012 darf in der EU niemand eine Euro-Überweisung oder Lastschrift ablehnen, nur weil die IBAN aus einem anderen Land stammt. Artikel 9 verbietet diese sogenannte IBAN-Diskriminierung ausdrücklich. Dein spanischer Vermieter, dein italienischer Stromanbieter und dein Arbeitgeber in Österreich müssen eine deutsche IBAN also akzeptieren.
In der Praxis klappt das nicht immer. Manche Versorger, Mobilfunkanbieter oder Behörden fragen trotzdem nach einer lokalen IBAN, aus Gewohnheit oder weil ihre Software es so will. Dann hilft ein Hinweis auf die SEPA-Verordnung und, wenn das nicht reicht, eine Beschwerde bei der nationalen Aufsicht. Ein Auslandskonto in der Eurozone brauchst du deshalb vor allem, wenn du dort dauerhaft lebst, Bargeld einzahlen oder lokale Kredite nutzen willst.
Außerhalb der Eurozone: wann ein lokales Konto Pflicht ist
Anders sieht es in Ländern mit eigener Währung aus. Arbeitgeber in den USA, Großbritannien oder Australien zahlen Gehalt praktisch nur auf ein Konto im Land, Vermieter wollen die Kaution per Inlandsüberweisung, und Mobilfunkverträge laufen über Lastschrift. Wer dort lebt, kommt um ein Bankkonto im Ausland kaum herum.
Dazu kommen Dinge, die nur eine Bank vor Ort bietet: Bargeldeinzahlungen, Schecks, Kredite und die staatliche Einlagensicherung. In den USA etwa entsteht die Kreditgeschichte, die du später für Mietvertrag oder Autokredit brauchst, nur über amerikanische Kreditkarten und Kredite.
Wann lokale Kontodaten reichen
Für viele Fälle ist ein vollwertiges Auslandskonto aber zu viel. Wer als Freelancer Honorare in Dollar bekommt, eine Rückzahlung aus England erwartet oder vor dem Umzug schon die Kaution in Australien überweisen will, braucht vor allem lokale Kontodaten, die im Zielland wie ein Inlandskonto aussehen. Solche Kontodaten bieten Multiwährungskonten wie Wise, ohne Visum und ohne Filialbesuch.
Ein gutes Muster für Auswanderer ist deshalb die Kombination: zuerst lokale Kontodaten für die Zeit vor und kurz nach dem Umzug, dann das Konto bei einer Bank vor Ort für Gehalt und Lastschriften. Welche Angaben Absender je nach Land brauchen, von IBAN über Sort Code bis Routing Number, erklärt unser Ratgeber zu Bankdaten für Überweisungen.
Konto im Ausland eröffnen: die wichtigsten Länder im Überblick
Am einfachsten ist ein Konto im Ausland in Ländern, deren Banken Neuankömmlinge gezielt umwerben: Australien, Neuseeland und mit Abstrichen Großbritannien. Schwieriger sind die USA wegen der Steuernummer und Singapur wegen der Pflicht zum Aufenthaltstitel. Die Schweiz ist ein Sonderfall, weil sie nicht zur EU gehört und Nicht-Residenten oft mehr zahlen.
Land | Währung | Lokale Kontodaten bei Wise | Einlagensicherung |
|---|---|---|---|
USA | USD | ja | 250.000 USD (FDIC) |
Großbritannien | GBP | ja | 120.000 GBP (FSCS) |
Kanada | CAD | ja | 100.000 CAD (CDIC) |
Australien | AUD | ja | 250.000 AUD (FCS) |
Neuseeland | NZD | ja | 100.000 NZD (DCS) |
Singapur | SGD | ja | 100.000 SGD (SDIC) |
Schweiz | CHF | nein, nur SWIFT | 100.000 CHF (esisuisse) |
Eurozone | EUR | ja | 100.000 EUR |
Die Einlagensicherung gilt pro Kunde und Bank und nur für Banken im jeweiligen Land. Für jedes der sechs großen Ziele außerhalb Europas haben wir einen eigenen Ratgeber mit Unterlagen, Kosten und Zeitplan geschrieben.
USA: Steuernummer und Filialbesuch
Für ein Konto in den USA verlangen große Banken online fast immer eine Sozialversicherungsnummer, Wells Fargo etwa ausdrücklich. Ohne sie bleibt meist nur der Weg in die Filiale mit Reisepass, Adresse in den USA und gegebenenfalls einer ITIN, deren Ausstellung laut IRS rund sieben Wochen dauert, aus dem Ausland neun bis elf. Typische Girokonten kosten 15 Dollar im Monat, wenn du die Bedingungen für den Erlass nicht erfüllst. Alle Details stehen im Ratgeber Konto in den USA eröffnen.
Großbritannien: der Adressnachweis als Hürde
In England scheitern Neuankömmlinge selten an der Bank, sondern am Adressnachweis. HSBC UK nimmt Anträge aus vielen Ländern mit Ausweis und Adressnachweis entgegen, einige Funktionen fehlen aber, solange du außerhalb Großbritanniens wohnst. Für Studierende gibt es ein internationales Studentenkonto ohne Monatsgebühr, und Guthaben sind seit Dezember 2025 bis 120.000 Pfund abgesichert. Mehr im Ratgeber Konto in England eröffnen.
Kanada: verbraucherfreundlich, aber ohne Vorab-Antrag aus Deutschland
Kanada ist ungewöhnlich verbraucherfreundlich: Laut der Finanzaufsicht FCAC brauchst du für ein Konto weder Job noch Einzahlung, zwei Dokumente aus verlässlichen Quellen reichen, und eine Ablehnung muss schriftlich erfolgen. Den Antrag vor der Einreise bietet RBC aber nur Einwohnern bestimmter Länder an, Deutschland gehört nicht dazu. Das RBC Advantage Konto kostet 12,95 Dollar im Monat, für Neuankömmlinge im ersten Jahr nichts. Details im Ratgeber Konto in Kanada eröffnen.
Australien: Eröffnung schon vor dem Flug
Australische Banken sind auf Work-and-Travel-Reisende eingestellt. Bei der Commonwealth Bank kannst du das Konto bis zu 14 Tage vor der Ankunft eröffnen, musst den Reisepass aber innerhalb von 20 Tagen nach Ankunft in einer Filiale vorzeigen, sonst kann das Konto geschlossen werden. Wichtig ist die Steuernummer TFN: Ohne sie behält die Bank Steuern auf Zinsen zum Höchstsatz ein. Mehr im Ratgeber Konto in Australien eröffnen.
Neuseeland: Antrag bis 90 Tage vor der Ankunft
Bei ANZ kannst du ein Konto beantragen, wenn du innerhalb von 90 Tagen einreist und dein Visum noch mindestens sechs Monate gilt. Die Identität prüft die Bank dann in einer Filiale vor Ort, eine Monatsgebühr fällt bei den passenden Konten nicht an. Ohne Steuernummer IRD behält die Bank 45 % der Zinsen ein. Mehr im Ratgeber Konto in Neuseeland eröffnen.
Singapur: ohne Pass praktisch keine Chance
Singapur ist das Gegenmodell. DBS eröffnet Konten für Ausländer mit Employment Pass, S Pass, Student Pass, Dependant Pass oder Long Term Visit Pass, Expats sogar schon mit der In-Principle Approval vor der Einreise. Ohne einen dieser Nachweise nennt die Bank keinen Weg zum normalen Privatkonto, das betrifft Gründer, Freelancer und Touristen. Mehr im Ratgeber Konto in Singapur eröffnen.
Schweiz: kein EU-Recht, höhere Gebühren für Nicht-Residenten
Die Schweiz gehört weder zur EU noch zum EWR, das Recht auf ein Basiskonto aus der Zahlungskontenrichtlinie gilt dort also nicht. Schweizer Banken entscheiden selbst, ob sie Kunden mit Wohnsitz in Deutschland annehmen, und verlangen von Nicht-Residenten häufig höhere Gebühren als von Einheimischen. Grenzgänger und Zuzügler mit Aufenthaltsbewilligung haben es deutlich leichter. Guthaben sind über esisuisse bis 100.000 Franken pro Kunde und Bank geschützt.
Für Franken gibt es bei Wise keine lokalen Kontodaten, nur den Empfang per SWIFT. Wer regelmäßig Geld in Franken bekommt, etwa als Grenzgänger, ist mit einem Schweizer Konto deshalb besser bedient. Für Zahlungen in Euro funktioniert dagegen auch dein deutsches Konto, denn die Schweiz nimmt am SEPA-Verfahren teil.

Spanien und andere EU-Länder
In der EU ist ein Bankkonto im Ausland rechtlich am leichtesten, praktisch aber nicht immer. Spanische Banken verlangen meist die NIE oder bei Nicht-Residenten eine Bescheinigung über diesen Status, und viele Banken in Südeuropa bestehen auf einem Termin in der Filiale. Wer nur Nebenkosten einer Ferienwohnung bezahlt, kommt oft mit dem deutschen Konto aus, weil Lastschriften in Euro auch mit deutscher IBAN funktionieren müssen.
Was ein Auslandskonto kostet
Die Kontoführung selbst ist im Ausland oft günstig oder kostenlos, wenn du die Bedingungen erfüllst. Teuer wird ein Auslandskonto meist durch den Umtausch: Banken rechnen beim Wechsel von Euro in Dollar, Pfund oder Franken rund 3 % Aufschlag auf den Mittelkurs, dazu kommen Gebühren für die Auslandsüberweisung selbst.
Kontoführungsgebühren im Vergleich
Die monatlichen Gebühren hängen weniger vom Land ab als vom Konto und davon, ob du die Bedingungen für den Erlass erreichst. Die Tabelle zeigt typische Einstiegskonten, die Deutsche in den Zielländern nutzen.
Bank und Konto | Monatsgebühr | Gebührenfrei, wenn |
|---|---|---|
Chase Total Checking (USA) | 15 USD | 500 USD elektronische Eingänge oder 1.500 USD Tagesguthaben |
Wells Fargo Everyday Checking (USA) | 15 USD | 1.500 USD Guthaben, 500 USD Eingänge oder 17 bis 24 Jahre |
HSBC UK International Student (England) | 0 GBP | für Studierende mit unter 3 Jahren im Land |
RBC Advantage (Kanada) | 12,95 CAD | im ersten Jahr für Neuankömmlinge |
CommBank Smart Access (Australien) | Monatsgebühr möglich | unter 30, im ersten Jahr oder ab 2.000 AUD Eingang |
DBS My Account (Singapur) | 0 SGD | immer, ohne Mindestguthaben |
Wise Multiwährungskonto | 0 EUR | immer, Karte einmalig 7 EUR |
Wer die Bedingungen verfehlt, zahlt in den USA also 180 Dollar im Jahr nur für die Kontoführung. Bei vielen Konten weltweit kommt eine Gebühr hinzu, wenn das Guthaben unter ein Minimum fällt. Das trifft gerade Rückkehrer, die ihr altes Auslandskonto mit kleinem Restbetrag weiterlaufen lassen.
Der größte Kostenfaktor: der Wechselkurs
Viel teurer als jede Monatsgebühr ist der Weg des Geldes. Wer 5.000 Euro von der Hausbank auf sein Auslandskonto schickt, zahlt neben dem SWIFT-Entgelt einen Kursaufschlag, den die Bank nicht separat ausweist. Wir haben am 2. Oktober 2026 nachgerechnet, mit 3 % Aufschlag auf den Mittelkurs bei der Bank und den öffentlichen Preisen von Wise.
Zielwährung | Bank mit 3 % Aufschlag | Wise nach Gebühr | Mehr bei Wise |
|---|---|---|---|
US-Dollar | 5.454 USD | 5.597 USD | 142 USD |
Pfund | 4.131 GBP | 4.238 GBP | 107 GBP |
Kanadischer Dollar | 7.784 CAD | 7.990 CAD | 206 CAD |
Australischer Dollar | 7.860 AUD | 8.068 AUD | 208 AUD |
Neuseeland-Dollar | 9.730 NZD | 9.984 NZD | 255 NZD |
Singapur-Dollar | 6.983 SGD | 7.167 SGD | 184 SGD |
Umgerechnet sind das in jeder Währung rund 126 bis 129 Euro pro 5.000 Euro, bevor das feste Entgelt der Hausbank dazukommt. Wie viel deutsche Banken für eine Auslandsüberweisung insgesamt verlangen, zeigt unser Vergleich der Kosten von Auslandsüberweisungen, und wie du den Mittelkurs erkennst, erklärt der Ratgeber zum besten Wechselkurs.
Versteckte Kosten: Karte, Bargeld und Rücküberweisung
Auch im Alltag kostet ein Auslandskonto oft mehr als gedacht. Wells Fargo verlangt etwa 5 Dollar pro Abhebung an Automaten außerhalb der USA, und wer vor Ort mit der Karte seiner deutschen Bank zahlt, landet wieder beim Kursaufschlag. Teuer wird es außerdem, wenn du Geld zurück nach Deutschland schickst, denn dann rechnet die Bank im Zielland ihren eigenen Aufschlag.
Die Wise-Karte kostet einmalig 7 Euro, Abhebungen bis 250 Euro im Monat sind gebührenfrei, und bezahlt wird zum Mittelkurs mit der jeweiligen Umtauschgebühr. Unsere Erfahrungen mit der Wise-Karte zeigen, wo sie im Alltag gut funktioniert und wo nicht.
5.000 Euro, rund 127 Euro Unterschied
Der Kursaufschlag der Hausbank kostet bei jeder Überweisung auf ein Auslandskonto Geld. Mit Wise tauschst du zum Mittelkurs.
- 0,43 bis 0,48 % Gebühr für USD, GBP, CAD, AUD, NZD und SGD
- Mittelkurs ohne Aufschlag, Gebühr vor dem Senden sichtbar
- Weiterleitung per Inlandszahlung auf dein Konto im Ausland
Auslandskonto online von Deutschland aus eröffnen
Ein Auslandskonto eröffnen, bevor du einreist, geht online in Australien, Neuseeland, Singapur und bei HSBC auch in Großbritannien. Fast immer musst du die Identität aber später in einer Filiale vor Ort bestätigen. Komplett ohne Reise bekommst du nur lokale Kontodaten bei einem Anbieter wie Wise, aber kein Konto bei einer Bank im Zielland.
Banken, die vor der Einreise eröffnen
Die Banken, die Anträge vor der Einreise annehmen, wollen gezielt Zuzügler gewinnen. Die Bedingungen unterscheiden sich aber im Detail, vor allem bei Fristen und beim späteren Filialbesuch.
- Commonwealth Bank (Australien): Eröffnung bis 14 Tage vor der Ankunft, Ausweisprüfung in der Filiale innerhalb von 20 Tagen
- ANZ (Neuseeland): Antrag bei Einreise innerhalb von 90 Tagen, Visum mit mindestens 6 Monaten Restlaufzeit
- BNZ (Neuseeland): Bearbeitung innerhalb von 5 Werktagen, Aktivierung in der Filiale
- DBS (Singapur): Antrag per App mit In-Principle Approval, Adresse im Ausland anfangs akzeptiert
- HSBC UK (Großbritannien): Antrag aus vielen Ländern mit Ausweis und Adressnachweis, eingeschränkte Funktionen bis zum Umzug
Bei RBC in Kanada und den großen US-Banken klappt das für Deutsche dagegen nicht. In Kanada ist der Antrag vor der Einreise auf Einwohner bestimmter Länder beschränkt, in den USA scheitert der Online-Antrag meist an der Sozialversicherungsnummer.
Wo du trotzdem persönlich vorbeimusst
Auch wenn der Antrag online läuft, verlangen die meisten Banken einen Termin in der Filiale, sobald du im Land bist. Dort prüfen sie Reisepass und Visum im Original, gleichen Adresse und Steuerdaten ab und schalten das Konto vollständig frei. Wer das versäumt, riskiert wie bei der Commonwealth Bank die Schließung des Kontos.
Plane den Filialbesuch deshalb in die ersten Tage nach der Ankunft ein, idealerweise zusammen mit dem Antrag auf die Steuernummer. In Australien und Neuseeland vermeidest du damit die hohen Steuerabzüge auf Zinsen, die ohne TFN oder IRD-Nummer anfallen.
Ganz ohne Reise: lokale Kontodaten
Wer gar nicht umzieht oder die Zeit bis zum Filialtermin überbrücken will, kann lokale Kontodaten nutzen. Bei Wise bekommst du als Einwohner Deutschlands Kontodaten für US-Dollar, Pfund, Kanadische, Australische, Neuseeland- und Singapur-Dollar, ungarische Forint und Euro. Absender im Zielland überweisen darauf wie auf ein Inlandskonto, und der Empfang von Inlandszahlungen kostet nichts.
Die Eröffnung läuft komplett in der App, mit Reisepass oder Personalausweis und Wohnsitz in Deutschland. Damit hast du schon am Tag der Jobzusage eine Kontonummer, die du Arbeitgeber, Vermieter oder Auftraggeber geben kannst.
Kontodaten heute, Bankkonto nach der Ankunft
Die meisten Auswanderer brauchen Kontodaten Wochen, bevor die Bank vor Ort sie freischaltet. Genau dafür ist Wise gebaut.
- Kaution und Miete vor der Ankunft in Landeswährung bezahlen
- Erste Zahlungen empfangen, solange das Bankkonto noch nicht aktiv ist
- Später weiter nutzen für den Umtausch zwischen Euro und Landeswährung
Wise als Auslandskonto: was es kann und was nicht

Wise ist kein Bankkonto im Ausland, sondern ein Multiwährungskonto mit lokalen Kontodaten in acht Währungen. Für Empfang, Umtausch und Zahlungen in fremder Währung ersetzt es für viele Deutsche das Auslandskonto vollständig. Bargeldeinzahlung, Kredit, Schecks und die staatliche Einlagensicherung im Zielland bietet es dagegen nicht.
Welche Währungen lokale Kontodaten haben
Welche Kontodaten du bekommst, hängt von deinem Wohnsitz ab. Für Einwohner Deutschlands sieht es Stand Oktober 2026 so aus.
Währung | Lokale Kontodaten | Was du empfangen kannst |
|---|---|---|
USD | ja | ACH und Inlandszahlungen kostenlos, Wire für 6,11 USD |
GBP | ja | Inlandszahlungen kostenlos, SWIFT für 2,16 GBP |
CAD | ja | EFT und Interac, keine Inlands-Wires |
AUD | ja | Inlandszahlungen, keine Zahlungen von Super-Fonds |
NZD | ja | Inlandszahlungen |
SGD | ja | FAST und PayNow, kein MEPS |
HUF und EUR | ja | Inlandszahlungen und SEPA |
CHF und JPY | nein | nur SWIFT |
Für Hongkong-Dollar gibt es Kontodaten nur nach Prüfung, für türkische Lira nur ohne Wohnsitz in der Türkei, und polnische Zloty sind derzeit ausgesetzt. Die Liste kann sich ändern, deshalb lohnt vor der Eröffnung ein Blick in die Hilfe von Wise.
Kosten und Umtausch
Das Konto selbst kostet nichts, es gibt keine Monatsgebühr und kein Mindestguthaben. Bezahlt wird beim Umtausch: Von Euro kostet der Tausch zum Mittelkurs am 2. Oktober 2026 zwischen 0,43 % für Kanadische und Australische Dollar und 0,48 % für Pfund. Bei 5.000 Euro sind das rund 21 bis 24 Euro, gegenüber rund 150 Euro bei 3 % Aufschlag einer Bank.
Ausführliche Zahlen zu Gebühren, Limits und Sicherheit stehen in unserem Testbericht zu Wise.
Was Wise nicht ersetzt
Wise ist ein reguliertes Zahlungsinstitut, in Europa beaufsichtigt von der Belgischen Nationalbank, aber keine Bank. Dein Guthaben fällt nicht unter die Einlagensicherung des Ziellandes, sondern wird getrennt vom Vermögen des Unternehmens verwahrt. Für Gehalt und laufende Ausgaben spielt das kaum eine Rolle, für größere Ersparnisse schon.
Außerdem fehlen Funktionen, die nur eine Bank vor Ort hat: Bargeld einzahlen, Schecks einlösen, Kredite und Kreditkarten mit lokaler Bonität. Wer dauerhaft im Ausland lebt, nutzt deshalb meist beides, die Bank für den Alltag im Land und Wise für alles, was zwischen Euro und Landeswährung wechselt.
Das Auslandskonto für alles zwischen Euro und Landeswährung
Ob vor dem Umzug, als Freelancer oder neben der Bank vor Ort: Mit Wise hast du lokale Kontodaten und den Mittelkurs in einer App.
- 8 Währungen mit lokalen Kontodaten, Eröffnung in Deutschland
- Keine Monatsgebühr, kein Mindestguthaben
- Karte für 7 Euro, Zahlung zum Mittelkurs in über 150 Ländern
Steuern und Meldepflichten beim Konto im Ausland
Ein Konto im Ausland musst du in Deutschland nicht anmelden, aber Zinsen daraus musst du in der Steuererklärung angeben, weil ausländische Banken keine deutsche Abgeltungsteuer einbehalten. Über den automatischen Informationsaustausch erfährt das Finanzamt ohnehin davon. Zahlungen über 50.000 Euro an oder von Ausländern musst du der Bundesbank melden.
Zinsen gehören in die Anlage KAP
Als Einwohner Deutschlands bist du mit deinem Welteinkommen steuerpflichtig, also auch mit Zinsen auf einem Auslandskonto. Weil die Bank im Ausland keine Abgeltungsteuer an das deutsche Finanzamt abführt, trägst du die Zinsen selbst in die Anlage KAP ein. Der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro, für Ehepaare 2.000 Euro, gilt dabei genauso wie für deutsche Konten.
Hat das Zielland bereits Quellensteuer einbehalten, etwa weil dir in Australien die TFN oder in Neuseeland die IRD-Nummer fehlte, kannst du sie je nach Doppelbesteuerungsabkommen ganz oder teilweise anrechnen lassen, ebenfalls über die Anlage KAP. Dafür brauchst du die Steuerbescheinigung der ausländischen Bank, also heb sie unbedingt auf.
Das Finanzamt erfährt automatisch davon
Seit 2017 tauschen Steuerbehörden nach dem Common Reporting Standard automatisch Daten über Finanzkonten aus, inzwischen mehr als 90 Staaten. Ausländische Banken melden Name, Anschrift, Steuer-Identifikationsnummer, Kontodaten und Erträge von Kunden mit Wohnsitz in Deutschland, und das Bundeszentralamt für Steuern leitet die Daten an die Finanzämter weiter.
Die USA nehmen nicht am Common Reporting Standard teil, tauschen aber über das FATCA-Abkommen mit Deutschland ebenfalls Kontodaten aus. Ein Auslandskonto vor dem Finanzamt zu verschweigen funktioniert also nicht, und es lohnt sich auch nicht: Bei den meisten Konten für Gehalt und Miete sind die Zinsen so gering, dass sie im Sparer-Pauschbetrag verschwinden.
Meldepflicht bei der Bundesbank ab 50.000 Euro
Unabhängig von der Steuer gibt es eine statistische Meldepflicht nach der Außenwirtschaftsverordnung. Privatpersonen mit Wohnsitz in Deutschland müssen Zahlungen von über 50.000 Euro an oder von Ausländern monatlich der Bundesbank melden, bis zum 7. des Folgemonats. Das betrifft etwa den Kauf einer Immobilie im Ausland, eine Erbschaft oder einen großen Geldeingang von einem ausländischen Absender.
Die Meldung ist kostenlos, geht online über das Meldeportal der Bundesbank oder für Privatpersonen auch telefonisch und dient nur der Zahlungsbilanzstatistik. Wie du große Summen sicher und günstig bewegst, steht in unserem Ratgeber zu großen Geldbeträgen.
Kein Steuertipp: im Zweifel beraten lassen
Dieser Abschnitt gibt einen Überblick, keine Steuerberatung. Wer im Ausland arbeitet, kann je nach Aufenthaltsdauer seinen Wohnsitz in Deutschland aufgeben oder in beiden Ländern steuerpflichtig sein, und dann gelten andere Regeln.
Bei Wegzug, Immobilienkauf oder größerem Vermögen im Ausland lohnt ein Termin bei einer Steuerberaterin oder einem Lohnsteuerhilfeverein, bevor du Geld bewegst.
Geld aus Deutschland auf dein Auslandskonto überweisen
Am teuersten ist die SWIFT-Überweisung der Hausbank: festes Entgelt, Kursaufschlag und mögliche Abzüge durch Zwischenbanken. Günstiger ist es, Euro per SEPA an einen Anbieter zu schicken, der zum Mittelkurs tauscht und per Inlandszahlung auf dein Auslandskonto weiterleitet. Vergleiche dabei immer den Betrag, der ankommt, nicht die Gebühr.
Was die Hausbank berechnet
Deutsche Banken berechnen für Überweisungen außerhalb des Euroraums meist ein festes Entgelt plus Kursaufschlag, bei der Option OUR zusätzlich die Spesen der Zwischenbanken. Wählst du SHA, zieht die Empfängerbank eventuell weitere Gebühren ab, und auf dem Auslandskonto kommt weniger an als erwartet. Wie lange eine solche Überweisung dauert, steht in unserem Ratgeber zur Dauer internationaler Überweisungen.
Vergleich: wie viel auf deinem Auslandskonto ankommt
Mit dem Vergleichsrechner siehst du für deinen Betrag und dein Zielland, welcher Anbieter heute am meisten liefert. Gib den Betrag in Euro ein und wähle das Land, in dem dein Auslandskonto liegt.
Für den umgekehrten Weg gilt das Gleiche. Wer Gehalt aus dem Ausland nach Deutschland schickt oder Ersparnisse zurückholt, zahlt bei der Bank im Zielland wieder einen Aufschlag. Wie Geld aus dem Ausland günstig auf deinem deutschen Konto ankommt, erklärt der Ratgeber zur Auslandsüberweisung auf ein deutsches Konto.
Fazit: So klappt das Konto im Ausland
Ein Konto im Ausland eröffnen ist für Deutsche in der EU ein Recht und in Australien, Neuseeland und Großbritannien schon vor der Einreise machbar. In den USA bremst die Steuernummer, in Singapur der fehlende Pass und in der Schweiz die höheren Gebühren für Nicht-Residenten.
Wer ein Auslandskonto eröffnen will, sollte vorher ehrlich klären, wofür er es braucht. Für Gehalt, Miete und Lastschriften im Land führt kaum ein Weg an einer Bank vor Ort vorbei, für Empfang und Umtausch in fremder Währung reichen lokale Kontodaten.
Das Setup, das für die meisten funktioniert: zuerst ein Multiwährungskonto bei Wise für Kontodaten und Umtausch zum Mittelkurs, dann nach der Ankunft das Bankkonto im Ausland für den Alltag. Zinsen gibst du in der Anlage KAP an, und Zahlungen über 50.000 Euro meldest du der Bundesbank.
Häufige Fragen zum Konto im Ausland
Kann ich als Deutscher ein Konto im Ausland eröffnen?
Ja. In der EU hast du nach der Zahlungskontenrichtlinie ein Recht auf ein Basiskonto, auch ohne Wohnsitz im jeweiligen Land, wobei manche Staaten einen Nachweis über ein echtes Interesse verlangen. Außerhalb der EU entscheidet jede Bank selbst. Meist brauchst du Visum, Adresse oder Steuernummer im Land und einen Termin in der Filiale. Lokale Kontodaten in acht Währungen bekommst du ohne diese Hürden bei Wise.
Kann ich ein Auslandskonto eröffnen, ohne vor Ort zu sein?
Bei einigen Banken ja, vor allem bei denen, die Zuzügler umwerben. Die Commonwealth Bank in Australien eröffnet bis 14 Tage vor der Ankunft, ANZ in Neuseeland bei Einreise innerhalb von 90 Tagen, DBS in Singapur mit In-Principle Approval und HSBC UK aus vielen Ländern. Die Identität musst du aber fast immer später in einer Filiale bestätigen. Komplett online und ohne Reise geht nur ein Multiwährungskonto mit lokalen Kontodaten.
Brauche ich in der Eurozone ein Konto im Ausland?
Meist nicht. Die SEPA-Verordnung verbietet es, Überweisungen oder Lastschriften in Euro abzulehnen, nur weil die IBAN aus einem anderen Land stammt. Vermieter, Versorger und Arbeitgeber in der Eurozone müssen deine deutsche IBAN also akzeptieren. Ein lokales Konto lohnt sich vor allem, wenn du dauerhaft dort lebst, Bargeld einzahlen oder Kredite vor Ort nutzen willst.
Was kostet ein Auslandskonto?
Die Kontoführung kostet je nach Bank zwischen null und etwa 15 Dollar im Monat, oft entfällt die Gebühr ab einem bestimmten Guthaben oder Geldeingang. Teurer ist meist der Umtausch: Banken rechnen rund 3 % Aufschlag auf den Mittelkurs. Bei 5.000 Euro sind das rund 150 Euro, während Wise je nach Währung 21 bis 24 Euro berechnet. Dazu kommt bei der Hausbank das Entgelt für die SWIFT-Überweisung.
Muss ich ein Auslandskonto dem Finanzamt melden?
Das Konto selbst musst du als Privatperson nirgends anmelden. Zinsen daraus gehören aber in die Anlage KAP, weil ausländische Banken keine deutsche Abgeltungsteuer einbehalten. Das Finanzamt erfährt über den Common Reporting Standard ohnehin automatisch von Konten in mehr als 90 Staaten. Zahlungen über 50.000 Euro an oder von Ausländern musst du zusätzlich der Bundesbank melden.
Ist mein Geld auf einem Auslandskonto sicher?
Bei Banken greift die Einlagensicherung des jeweiligen Landes, in den USA bis 250.000 Dollar, in Großbritannien bis 120.000 Pfund, in Australien bis 250.000 Australische Dollar und in Kanada, Neuseeland, Singapur und der Schweiz bis 100.000 in Landeswährung. Die Grenze gilt pro Kunde und Bank. Wise ist keine Bank und fällt nicht darunter, verwahrt Kundengeld aber getrennt vom eigenen Vermögen.
In welchem Land kann ich am einfachsten ein Bankkonto im Ausland eröffnen?
Für Deutsche am einfachsten sind Australien und Neuseeland, wo Banken Anträge schon vor der Einreise annehmen und Work-and-Travel-Reisende gezielt ansprechen. In der EU hilft das Recht auf ein Basiskonto. Am schwierigsten sind die USA, wo online meist eine Sozialversicherungsnummer nötig ist, und Singapur, wo Banken einen Aufenthaltstitel verlangen.
Kann ich als Deutscher ein Konto in der Schweiz eröffnen?
Grundsätzlich ja, aber ohne Rechtsanspruch, weil die Schweiz nicht zur EU gehört. Schweizer Banken entscheiden selbst und verlangen von Nicht-Residenten häufig höhere Gebühren. Grenzgänger und Zuzügler mit Aufenthaltsbewilligung haben es leichter. Bei Wise gibt es für Franken keine lokalen Kontodaten, sodass ein Schweizer Konto für regelmäßige Zahlungen in Franken die bessere Wahl ist.
Ist Wise ein Auslandskonto?
Im Alltag funktioniert Wise für viele wie eines, rechtlich ist es aber kein Bankkonto im Ausland. Du bekommst lokale Kontodaten für USD, GBP, CAD, AUD, NZD, SGD, HUF und EUR und kannst darauf Inlandszahlungen kostenlos empfangen. Bargeldeinzahlungen, Kredite, Schecks und die Einlagensicherung des Ziellandes gibt es nicht. Für Empfang und Umtausch ist es trotzdem meist die günstigere Lösung.
Wie überweise ich Geld günstig auf mein Auslandskonto?
Am teuersten ist meist die SWIFT-Überweisung der Hausbank mit festem Entgelt, Kursaufschlag und möglichen Abzügen durch Zwischenbanken. Günstiger ist es, Euro per SEPA zu Wise zu schicken, zum Mittelkurs zu tauschen und per Inlandszahlung weiterzuleiten. Bei 5.000 Euro sparst du so je nach Währung rund 126 bis 129 Euro gegenüber 3 % Aufschlag. Vergleiche immer den Endbetrag, nicht die Gebühr.
Quellen
- EUR-Lex, Richtlinie 2014/92/EU (Zahlungskontenrichtlinie)
- EUR-Lex, Verordnung (EU) Nr. 260/2012 (SEPA-Verordnung)
- Deutsche Bundesbank, Zahlungsmeldungen von Privatpersonen
- Bundeszentralamt für Steuern, Common Reporting Standard
- esisuisse, Einlagensicherung der Schweizer Banken
- Commonwealth Bank, Moving to Australia
- ANZ New Zealand, Moving to New Zealand
- DBS, New to Singapore: Online account opening for foreigners
- HSBC UK, Apply for a UK account from abroad
- Financial Consumer Agency of Canada, Opening a bank account
- RBC Royal Bank, Before you arrive in Canada
- Wise, Welche Zahlungen kann ich in welcher Währung empfangen?
- Wise, Gebühren für den Geldempfang
- Wise, Kartengebühren
- Wise, Regulierung nach Land und Region

Mohammad Humaid
Bestätigter AutorMo is the founder of MoneyTransferStore. As an expat who has experienced the challenges of sending money across borders himself, he set out to help others like him avoid hidden fees and unfair exchange rates on international transfers. With a background spanning fintech, payments, and Web3, Mo brings years of practical experience to building a platform focused on transparency and trust.



