Welche Bankdaten brauchst du für eine Überweisung? IBAN, BIC und mehr erklärt
Wenn du Geld senden willst, brauchst du immer Empfänger Bankdaten. Aber welche genau? Welche Bankdaten braucht man für eine Überweisung innerhalb Deutschlands, im SEPA-Raum oder bei einer Auslandsüberweisung? In diesem Ratgeber zeigen wir dir alle Pflichtangaben und welche Bankdaten für Überweisung tatsächlich nötig sind.
Was braucht man für eine Überweisung im Inland? Meist reichen IBAN und der Name des Empfängers. Sobald die Überweisung Landesgrenzen überschreitet, kommen weitere Daten ins Spiel: BIC, Bankname, manchmal die Adresse des Empfängers und in Nicht-SEPA-Ländern landesspezifische Codes wie Routing Number oder Sort Code.
Falsche Bankdaten kosten dich schnell Zeit und Geld. Eine SEPA-Überweisung mit falscher IBAN landet im günstigsten Fall zurück auf deinem Konto, im schlechteren Fall auf dem falschen Konto. Bei einer Auslandsüberweisung über deine Bank können falsche IBAN BIC Überweisung-Daten zusätzlich Rückbuchungsgebühren von 10 bis 30 Euro verursachen.
Wir gehen Schritt für Schritt durch jede Datenangabe, erklären die Unterschiede zwischen SEPA und SWIFT, zeigen länderspezifische Anforderungen und vergleichen, welche Bankdaten Banken und Spezialanbieter wie Wise, Remitly oder Xe von dir verlangen.
Welche Bankdaten braucht man für eine Überweisung? Die Übersicht
Welche Bankdaten braucht man für eine Überweisung? Die kurze Antwort: Es kommt auf den Zielort an. Innerhalb der SEPA-Zone reichen IBAN und Name. Außerhalb von SEPA brauchst du zusätzlich BIC, Bankname und oft die Empfängeradresse. Bei einer Auslandsüberweisung in Länder wie die USA oder Großbritannien kommen länderspezifische Bankdaten hinzu.
Hier ist die komplette Liste der möglichen Bankdaten für Überweisung, die du brauchen kannst:
- IBAN – die International Bank Account Number, die das Konto eindeutig identifiziert. Pflicht in jeder SEPA Überweisung Bankdaten-Kombination.
- BIC – auch SWIFT-Code genannt. Identifiziert die Empfängerbank. Innerhalb der SEPA-Zone seit 2016 nicht mehr zwingend nötig, bei Auslandsüberweisungen außerhalb SEPA aber Pflicht.
- Empfängername – exakt so, wie er auf dem Empfängerkonto registriert ist. Tippfehler können zur Rückweisung führen.
- Bankname – meist nur bei Auslandsüberweisungen außerhalb der SEPA-Zone erforderlich.
- Empfängeradresse – bei vielen Banken Pflicht für Auslandsüberweisungen, oft inklusive Land und Postleitzahl.
- Verwendungszweck – kein Pflichtfeld, aber empfehlenswert. Hilft dem Empfänger, die Zahlung zuzuordnen.
- Landesspezifische Codes – Routing Number (USA), Sort Code (UK), BSB-Code (Australien), IFSC-Code (Indien). Nur bei Empfängern in diesen Ländern relevant.
Sieh dir an, was deine Überweisung wirklich kosten würde
Bevor du deine Bankdaten irgendwo eingibst, lohnt sich ein schneller Vergleich. Das Tool zeigt dir die echten Kosten und Wechselkurse der wichtigsten Anbieter:
IBAN: Die internationale Bankkontonummer erklärt
Die IBAN ist die wichtigste Information bei jeder Überweisung. Eine deutsche IBAN besteht aus 22 Zeichen und beginnt immer mit dem Ländercode DE. Andere Länder haben andere Längen: Großbritannien hat 22 Zeichen, Frankreich 27, Spanien 24.
Eine deutsche IBAN ist so aufgebaut:
- Ländercode – die ersten beiden Buchstaben (DE für Deutschland)
- Prüfziffer – zwei Ziffern, die mit einem Algorithmus die IBAN auf Tippfehler prüfen
- Bankleitzahl – acht Ziffern, die deine Bank identifizieren
- Kontonummer – die letzten zehn Ziffern, die dein Konto eindeutig kennzeichnen
Beispiel einer deutschen IBAN: DE89 3704 0044 0532 0130 00. Die Leerzeichen alle vier Stellen sind nur zum Lesen gedacht – beim Eingeben kannst du sie weglassen, das System ignoriert sie sowieso.
Wichtig: Die IBAN gilt als Empfänger Bankdaten allein nicht als sicher genug, um eine Überweisung zu autorisieren. Banken prüfen zusätzlich den Empfängernamen, vergleichen ihn aber rechtlich nicht. Wenn die IBAN gültig ist, geht die Überweisung an das zugehörige Konto, auch wenn der Name nicht passt. Du musst also wirklich aufpassen, dass die IBAN korrekt ist.
IBAN BIC Überweisung: Wann brauchst du beide Codes?
Der BIC, auch SWIFT-Code genannt, identifiziert die Bank im internationalen Zahlungsverkehr. Er hat 8 oder 11 Stellen und besteht aus Bankcode, Ländercode, Ortscode und optional einem Filialcode. Beispiel: COBADEFFXXX für die Commerzbank in Frankfurt.
Ob du den BIC für die Überweisung brauchst, hängt vom Zielland ab:
- Innerhalb Deutschlands: Nicht erforderlich. Die IBAN allein reicht.
- Innerhalb der SEPA-Zone: Seit dem 1. Februar 2016 nicht mehr Pflicht. Die meisten Banken akzeptieren reine IBAN-Überweisungen.
- Außerhalb der SEPA-Zone: Pflichtfeld. Ohne BIC kann die Überweisung nicht zugestellt werden.
Wenn du dir bei den IBAN BIC Überweisung-Daten unsicher bist, frag am besten direkt beim Empfänger nach. Viele Online-Banken zeigen IBAN und BIC nebeneinander im Kontoumriss an. Du findest den BIC auch auf jeder Bankkarte und in der App-Übersicht deiner Bank.
SEPA Überweisung Bankdaten: Was reicht innerhalb Europas?
Die SEPA-Zone umfasst 36 Länder, darunter alle EU-Mitglieder, das Vereinigte Königreich, die Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein. Für jede SEPA Überweisung Bankdaten gilt: IBAN und Name reichen aus.
Eine SEPA-Überweisung kostet dich bei den meisten deutschen Banken nichts und kommt in maximal einem Bankarbeitstag an. Bei einer SEPA-Echtzeit-Überweisung (Instant Payments) ist das Geld in 10 Sekunden auf dem Empfängerkonto, allerdings verlangen viele Banken dafür eine Gebühr von rund 1 bis 5 Euro.
Was braucht man für eine Überweisung innerhalb der SEPA-Zone konkret? Genau diese drei Angaben:
- Empfängername (exakt wie auf dem Konto)
- IBAN des Empfängers
- Betrag in Euro
Den BIC kannst du weglassen, dein Banksystem ergänzt ihn automatisch aus der IBAN. Der Verwendungszweck ist optional, aber sinnvoll – ohne ihn weiß der Empfänger oft nicht, wofür das Geld gedacht ist.
Eine normale SEPA-Überweisung dauert bis zu einem Bankarbeitstag. Wenn du es eilig hast, gibt es zwei Optionen:
- SEPA-Echtzeit-Überweisung – kommt in unter 10 Sekunden an, kostet aber meist 1 bis 5 Euro extra.
- Spezialanbieter wie Wise – oft genauso schnell wie Echtzeit, mit ähnlichen oder niedrigeren Gebühren bei größeren Beträgen.
Bankdaten Auslandsüberweisung außerhalb der SEPA-Zone
Wenn du Geld in ein Land außerhalb der SEPA-Zone schickst, läuft die Überweisung über das SWIFT-Netzwerk. SWIFT verlangt deutlich mehr Daten als SEPA. Diese Bankdaten Auslandsüberweisung sind in der Regel Pflicht:
- Empfängername – Vor- und Nachname exakt wie im Konto registriert
- Empfängeradresse – Straße, Hausnummer, Postleitzahl, Stadt und Land
- IBAN oder Kontonummer – je nach Zielland, manche Länder verwenden keine IBAN
- BIC oder SWIFT-Code – immer Pflicht außerhalb von SEPA
- Bankname und Adresse – manchmal von der Bank des Senders verlangt
- Landesspezifischer Code – Routing Number (USA), Sort Code (UK), IFSC (Indien) usw.
- Verwendungszweck – bei größeren Beträgen oft Pflicht aus Gründen der Geldwäscheprävention
Welche Daten für Auslandsüberweisung deine Bank konkret verlangt, steht im Online-Banking-Formular. Manche Banken haben nur einfache Felder, andere fragen sehr detailliert nach. Wenn du dir unsicher bist, kontaktiere die Empfängerbank oder den Empfänger direkt und lass dir alle nötigen Bankdaten Auslandsüberweisung schicken.
Welche Daten für Auslandsüberweisung in die USA, UK oder andere Länder?
Außerhalb der SEPA-Zone hat fast jedes Land seine eigene Form von Kontonummer und Bankcode. Hier die wichtigsten Länder im Überblick:
USA: Routing Number und Account Number
US-Banken arbeiten nicht mit IBAN. Stattdessen brauchst du diese Bankdaten für Überweisung in die USA:
- Routing Number (ABA) – 9-stelliger Code, der die Bank identifiziert
- Account Number – meist 8 bis 12 Ziffern, die das Konto kennzeichnen
- SWIFT/BIC der US-Bank – für internationale Eingänge
- Empfängername und -adresse – inklusive Bundesstaat und ZIP-Code
Vorsicht: US-Banken haben oft zwei verschiedene Routing Numbers – eine für ACH-Inlandszahlungen und eine für Wire Transfers. Für eine Auslandsüberweisung aus Deutschland brauchst du die Wire-Transfer-Variante.
Großbritannien: Sort Code und Account Number
Auch UK-Banken nutzen seit dem Brexit nicht mehr automatisch SEPA. Du brauchst:
- Sort Code – 6 Ziffern, oft als XX-XX-XX geschrieben
- Account Number – 8 Ziffern
- IBAN (manchmal verlangt) – britische IBANs beginnen mit GB
- BIC/SWIFT – Pflicht aus Deutschland
- Empfängername – exakt wie auf dem Konto
Britische Banken akzeptieren oft sowohl IBAN als auch Sort Code plus Account Number. Wenn dir der Empfänger beides gibt, kannst du die Variante wählen, die in deinem Online-Banking funktioniert.
Indien, Türkei, Philippinen: IFSC, IBAN und SWIFT
In Indien identifiziert der IFSC-Code (Indian Financial System Code) eine Bankfiliale. Du brauchst zusätzlich die Account Number, den SWIFT-Code und den vollen Empfängernamen. Die Türkei nutzt IBAN ähnlich wie Europa, allerdings mit dem Ländercode TR. Die Philippinen verwenden Account Number, Bankcode und SWIFT-Code.
Empfänger Bankdaten korrekt eingeben: Diese Fehler kosten Geld
Falsche Empfänger Bankdaten sind der häufigste Grund für gescheiterte Überweisungen. Hier sind die typischen Stolperfallen:
- Tippfehler in der IBAN – die Prüfziffer fängt viele Fehler ab, aber nicht alle. Eine vertauschte Ziffer kann unbemerkt durchgehen.
- Falscher BIC – wird oft mit der eigenen Bank verwechselt. Der BIC muss zur Empfängerbank passen, nicht zur Senderbank.
- Veralteter Name – nach einer Heirat oder Namensänderung muss der Empfängername genau zur aktuellen Kontoinhaberin passen.
- Falsches Land – manche IBANs sehen ähnlich aus. Spanische und italienische beginnen beide mit Ziffern, aber der Ländercode ES bzw. IT entscheidet.
- Kopierfehler aus E-Mail – beim Kopieren werden manchmal Leerzeichen oder Sonderzeichen mit übernommen.
Was tun bei falschen Bankdaten? So holst du dein Geld zurück
Wenn du gemerkt hast, dass du Empfänger Bankdaten falsch eingegeben hast, zählt jede Minute. Was du tun kannst, hängt vom Status der Überweisung ab.
Sobald die Überweisung beim Empfänger angekommen ist, kann deine Bank sie nicht mehr einseitig zurückholen. Du musst dich auf die Mitarbeit der Empfängerbank verlassen.
- Innerhalb weniger Stunden: Banktermin oder Hotline kontaktieren. Wenn die Überweisung noch nicht ausgeführt ist, kann sie storniert werden.
- Innerhalb von 1 Bankarbeitstag: Die Bank kann einen Rückruf-Antrag stellen, sogenannten 'Recall'. Erfolgsquote etwa 50 Prozent.
- Nach 1 Bankarbeitstag: Du musst rechtlich gegen den Empfänger vorgehen. Wenn der Name nicht zur IBAN passt, hat die Empfängerbank das Geld bereits gutgeschrieben.
Spezialanbieter wie Wise haben oft schnellere Stornierungsfenster. Wenn du eine Überweisung über die Wise App startest und sofort merkst, dass die Bankdaten falsch sind, kannst du sie häufig direkt aus der App stoppen, solange das Geld noch nicht beim Empfänger ist.
Was braucht man für eine Überweisung als Sender? Deine eigenen Daten
Was braucht man für eine Überweisung von der eigenen Seite? Deine Bank kennt dich natürlich, aber bei größeren Auslandsüberweisungen über SEPA hinaus verlangen viele Institute zusätzliche Informationen:
- Vollständiger Name und Adresse (oft schon hinterlegt)
- Telefonnummer für TAN oder Bestätigung
- Verwendungszweck und Hintergrund der Zahlung
- Bei Beträgen über 12.500 Euro: Meldung an die Bundesbank (AWV-Meldung)
- Bei Beträgen über 15.000 Euro: zusätzliche Geldwäscheprüfung
Die AWV-Meldung ist eine reine statistische Auslandsüberweisungs-Meldung. Sie kostet nichts, ist aber Pflicht. Manche Banken übernehmen sie automatisch, andere verlangen, dass du sie selbst online bei der Bundesbank meldest. Wer das vergisst, riskiert ein Bußgeld.
Sicher mit minimalen Bankdaten überweisen: Spezialanbieter für Auslandsüberweisungen
Spezialanbieter wie Wise, Remitly und Xe haben sich auf Auslandsüberweisungen spezialisiert. Sie verlangen oft weniger Bankdaten Auslandsüberweisung als deine Hausbank, weil sie eigene Banknetzwerke nutzen, statt jede Überweisung als SWIFT-Transfer zu schicken. Das macht den Vorgang nicht nur einfacher, sondern auch günstiger.
Wise: Geld senden mit nur den nötigsten Daten

Wise ist mit über 16 Millionen Kunden weltweit einer der größten Spezialisten für internationale Überweisungen. Der Anbieter nutzt den echten Mittelkurs ohne Aufschlag und zeigt jede Gebühr transparent vor dem Versand. Welche Bankdaten du für eine Wise-Überweisung brauchst, hängt vom Zielland ab.
Für eine SEPA-Überweisung verlangt Wise nur IBAN und Empfängernamen. Für Auslandsüberweisungen außerhalb von SEPA fragt Wise direkt im Formular die landesspezifischen Felder ab – Routing Number bei US-Empfängern, Sort Code bei UK, IFSC bei Indien. Das System weiß, welche Daten für Auslandsüberweisung in welches Land tatsächlich nötig sind, und du musst nicht raten.
Wise ist von der BaFin reguliert und nutzt eigene Bankkonten in über 60 Ländern. Eine Überweisung nach Indien geht zum Beispiel nicht als SWIFT, sondern als lokale Inlandsüberweisung in Indien.
- Echter Mittelkurs – kein Aufschlag auf den Wechselkurs
- Transparente Gebühr – meist 0,4 bis 1 Prozent, vor dem Senden sichtbar
- Schnell – 60 Prozent aller Wise-Überweisungen kommen in unter 20 Minuten an
- BaFin-reguliert – Kundengelder werden separat verwahrt
- App-basiert – Bankdaten werden Schritt für Schritt abgefragt, keine Verwirrung
Remitly: Überweisung mit minimalen Empfängerdaten in Schwellenländer

Remitly konzentriert sich auf Auslandsüberweisungen in Schwellenländer wie die Philippinen, Indien, Mexiko, Nigeria und Kolumbien. Bei Remitly brauchst du oft sogar weniger Bankdaten Auslandsüberweisung, weil die Plattform Optionen wie Bargeldauszahlung oder Mobile Wallet anbietet, für die kein Bankkonto auf der Empfängerseite nötig ist.
Welche Daten für Auslandsüberweisung Remitly verlangt, hängt von der gewählten Auszahlungsart ab. Für eine Banküberweisung brauchst du die übliche IBAN oder Account Number plus Empfängername. Für eine Bargeldabholung reicht der vollständige Name des Empfängers und dessen Telefonnummer – oft auch ein Ausweisbild.
Remitly ist besonders dann eine gute Wahl, wenn der Empfänger kein Bankkonto hat oder schnell Bargeld in der Heimat abholen will:
- Bargeldauszahlung – an über 470.000 Standorten weltweit
- Mobile Wallet – direkt auf GCash, M-Pesa, bKash und mehr
- Express-Option – kommt in unter einer Stunde an, je nach Korridor
- Festpreis-Garantie – Wechselkurs ist beim Senden gesperrt
Xe: Auslandsüberweisung in 130+ Ländern

Xe ist einer der ältesten Anbieter für Devisen und Auslandsüberweisungen, mit über 25 Jahren Erfahrung. Die Plattform deckt mehr als 130 Länder ab und ist besonders stark bei größeren Beträgen und exotischen Währungen, bei denen Wise oder Remitly weniger Optionen haben.
Welche Bankdaten Xe verlangt, ist im Grunde Standard: IBAN oder Account Number, BIC, Empfängername und Empfängeradresse. Für sehr große Beträge ab 10.000 Euro bietet Xe persönliche Beratung – ein Mitarbeiter geht mit dir durch die nötigen Daten, was Tippfehler verhindern kann.
Xe ist die solide Variante, wenn du in ein eher unübliches Land überweisen oder einen größeren Betrag schicken willst:
- 130+ Länder – mehr als die meisten Konkurrenten
- Keine Versandgebühr – Marge steckt ausschließlich im Wechselkurs
- Großbetragsservice – persönliche Beratung ab 10.000 Euro
- FCA-reguliert – britische Regulierung, etabliert seit 1993
Banken vs. Spezialanbieter: Wie viel kosten dich Bankdaten für Überweisung wirklich?
Eine Auslandsüberweisung über deine Hausbank ist meistens deutlich teurer, als die Gebühren auf den ersten Blick vermuten lassen. Banken verdienen am Wechselkurs zusätzlich. Hier ein konkretes Beispiel für eine Überweisung von 1.000 Euro nach Indien:
Anbieter | Gebühren | Wechselkursaufschlag | Empfänger erhält |
|---|---|---|---|
Deutsche Bank (SWIFT) | rund 25 Euro | ca. 3,5 % | ca. 940 Euro |
Sparkasse (SWIFT) | rund 20 Euro | ca. 3,0 % | ca. 950 Euro |
Wise | rund 5 Euro | 0 % (Mittelkurs) | ca. 995 Euro |
Remitly | 0 Euro | ca. 0,5 % | ca. 994 Euro |
Xe | 0 Euro | ca. 1,0 % | ca. 990 Euro |
Bei der Deutschen Bank gehen für eine SWIFT-Überweisung von 1.000 Euro nach Indien rund 25 Euro an Gebühren plus etwa 3,5 Prozent Wechselkursaufschlag verloren – insgesamt etwa 60 Euro Differenz. Wise verlangt für genau dieselbe Überweisung rund 5 Euro Gebühren ohne Wechselkursaufschlag, was den Empfänger fast 55 Euro mehr Geld bringt.
Banken verlangen außerdem oft mehr Bankdaten für Überweisung als Spezialanbieter, weil sie jede Auslandsüberweisung als SWIFT-Transfer durchführen. SWIFT hat einen festen Datenkatalog, den jede Zwischenbank im Überweisungspfad erwartet. Wise umgeht dieses System komplett, indem es eigene Konten in 60+ Ländern hält und Inlandsüberweisungen nutzt.
Die Empfehlung ist klar: Wenn du Geld ins Ausland sendest und kein extrem ungewöhnliches Land im Spiel ist, vergleiche immer einen Spezialanbieter mit deiner Bank. Der Aufwand dauert 30 Sekunden und spart dir oft 50 Euro pro 1.000 Euro Transferbetrag.
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Die echten Kosten siehst du erst im direkten Vergleich. Gib einfach deinen Wunschbetrag und das Zielland ein, dann werden alle Optionen sofort sortiert nach Endbetrag beim Empfänger angezeigt:
Häufig gestellte Fragen zu Bankdaten für Überweisungen
Welche Bankdaten braucht man für eine Überweisung innerhalb Deutschlands?
Für eine Überweisung innerhalb Deutschlands oder in andere SEPA-Länder reichen die IBAN des Empfängers und sein vollständiger Name. Den BIC musst du seit Februar 2016 nicht mehr angeben, weil das System ihn automatisch aus der IBAN ableitet. Der Verwendungszweck ist optional, aber sinnvoll, damit der Empfänger weiß, wofür das Geld ist. Mehr brauchst du für eine normale SEPA-Überweisung nicht.
Welche Bankdaten braucht man für eine Auslandsüberweisung?
Bei einer Auslandsüberweisung außerhalb der SEPA-Zone brauchst du IBAN oder Account Number, BIC oder SWIFT-Code, den vollen Empfängernamen sowie die Empfängeradresse. Je nach Zielland kommen weitere Codes hinzu wie Routing Number in den USA, Sort Code in Großbritannien oder IFSC-Code in Indien. Auch der Bankname und die Bankadresse werden manchmal verlangt. Das genaue Set an Bankdaten Auslandsüberweisung steht in deinem Online-Banking-Formular.
Reichen IBAN und Name allein für eine SEPA Überweisung Bankdaten?
Ja, IBAN und Name sind die einzigen Pflichtangaben für eine SEPA Überweisung Bankdaten. Der BIC ist seit dem 1. Februar 2016 in der gesamten SEPA-Zone optional. Banken leiten ihn automatisch aus der IBAN ab, weil die ersten Stellen der IBAN bereits die Bank identifizieren. Wichtig ist, dass der Name exakt wie auf dem Empfängerkonto registriert eingegeben wird, sonst kann es zu Rückfragen oder Verzögerungen kommen.
Wann brauche ich den BIC für eine Überweisung?
Den BIC brauchst du immer dann, wenn die Überweisung außerhalb der SEPA-Zone geht. Bei einer Auslandsüberweisung in die USA, nach Australien, Indien oder ein anderes Nicht-SEPA-Land ist der BIC zwingend, weil die Empfängerbank sonst nicht eindeutig identifiziert werden kann. Innerhalb der SEPA-Zone ist der BIC seit 2016 nicht mehr nötig. Der Code findet sich auf jeder Bankkarte, im Online-Banking und in offiziellen Bankunterlagen.
Was braucht man für eine Überweisung in die USA?
Was braucht man für eine Überweisung in die USA? US-Banken arbeiten nicht mit IBAN, sondern mit Account Number und Routing Number. Du brauchst die 9-stellige Routing Number der Empfängerbank für Wire Transfers, die Account Number des Empfängers, den SWIFT/BIC der US-Bank, sowie den vollständigen Namen und die Adresse des Empfängers inklusive Bundesstaat und ZIP-Code. Wichtig: Die Routing Number für Wire Transfers ist meist anders als die für ACH-Inlandszahlungen.
Welche Daten für Auslandsüberweisung außerhalb Europas brauche ich?
Welche Daten für Auslandsüberweisung außerhalb Europas Pflicht sind, hängt vom Zielland ab. Standard sind Empfängername, Empfängeradresse, IBAN oder Account Number, SWIFT/BIC, Bankname und der landesspezifische Code. In Indien zusätzlich der IFSC-Code, in den USA die Routing Number, in Australien der BSB-Code, in Kanada Transit und Institution Number. Spezialanbieter wie Wise oder Remitly fragen die richtigen Felder direkt im Formular ab, sodass du nicht selbst recherchieren musst.
Was passiert, wenn ich falsche Bankdaten für Überweisung eingebe?
Wenn die IBAN ungültig ist, weist deine Bank die Überweisung sofort zurück. Wenn die IBAN gültig ist, aber zu einem falschen Konto gehört, geht das Geld an dieses falsche Konto. Banken prüfen Empfängername und IBAN nicht rechtlich gegeneinander. Du kannst innerhalb von 1 bis 2 Bankarbeitstagen einen Rückruf beantragen, allerdings ist die Erfolgsquote nur etwa 50 Prozent. Spezialanbieter wie Wise haben oft schnellere Stornierungsmöglichkeiten direkt in der App.
Sind Empfänger Bankdaten wirklich sicher per E-Mail zu versenden?
Empfänger Bankdaten wie IBAN und BIC sind grundsätzlich nicht streng vertraulich – sie stehen oft auf Rechnungen und Visitenkarten. Allerdings können Betrüger sie für Phishing oder Lastschrifteinzüge missbrauchen, falls weitere Daten dazukommen. Sicherer ist die Übermittlung über Online-Banking, einen verschlüsselten Messenger oder eine Kontaktmethode mit Verschlüsselung. E-Mail ist akzeptabel für vertrauenswürdige Empfänger, aber niemals zusammen mit deinem Geburtsdatum, der Adresse oder der Unterschrift.
Wie lese ich eine IBAN richtig?
Eine deutsche IBAN besteht aus 22 Stellen. Die ersten zwei Buchstaben geben das Land an (DE für Deutschland), die nächsten zwei Ziffern sind eine Prüfsumme, dann folgen acht Stellen Bankleitzahl und zehn Stellen Kontonummer. Beispiel: DE89 3704 0044 0532 0130 00. Die Leerzeichen sind nur zur besseren Lesbarkeit – beim Eintippen werden sie ignoriert. In anderen Ländern hat die IBAN eine andere Länge: Frankreich 27 Stellen, Italien 27, Spanien 24, UK 22.
Brauche ich für eine SEPA Überweisung Bankdaten der Empfängerbank?
Nein, für eine SEPA Überweisung Bankdaten reichen die IBAN und der Empfängername. Du musst weder den Bankname noch die Bankadresse angeben. Die SEPA-Infrastruktur identifiziert die Empfängerbank über die IBAN selbst. Erst bei einer Auslandsüberweisung außerhalb der SEPA-Zone werden Bankname und Bankadresse interessant – und dann auch nur, wenn deine Bank sie explizit verlangt.
Welche Bankdaten verlangt Wise für eine Überweisung?
Wise fragt nur die wirklich nötigen Bankdaten ab. Für eine SEPA-Überweisung reichen IBAN und Name. Für Auslandsüberweisungen außerhalb von SEPA fragt das System die landesspezifischen Felder direkt ab – Routing Number bei USA, Sort Code bei UK, IFSC bei Indien. Wise zeigt dir dabei genau, was du eingeben musst, basierend auf dem gewählten Zielland. Du brauchst keine SWIFT- oder Bankcode-Recherche selbst zu machen, weil Wise die Liste der Pflichtfelder nach Land vorgibt.
Reicht die Handynummer als Empfänger Bankdaten?
Bei klassischen Bankenüberweisungen reicht eine Handynummer nicht. Du brauchst immer mindestens eine IBAN oder Account Number. Bei Spezialanbietern wie Remitly oder Wise gibt es allerdings Sonderoptionen: Mobile-Wallet-Auszahlungen auf Dienste wie GCash, M-Pesa oder bKash funktionieren oft nur mit Handynummer plus Name. Auch Bargeldabholungen über Western Union oder MoneyGram funktionieren ohne IBAN, aber dafür brauchst du den vollständigen Namen, oft auch einen Ausweis-Check.
Welche Bankdaten für Überweisung an eine Bank in Großbritannien?
Für eine Überweisung an eine UK-Bank brauchst du Sort Code (6 Ziffern, oft als XX-XX-XX geschrieben), Account Number (8 Ziffern), den Empfängernamen und je nach deiner Bank zusätzlich die britische IBAN sowie den BIC/SWIFT-Code. Britische IBANs beginnen mit GB. Manche Banken akzeptieren entweder IBAN oder Sort Code plus Account Number – lass dir vom Empfänger am besten beide schicken, damit du im Online-Banking flexibel bist.
Kann ich eine Überweisung mit nur Name und Adresse machen?
Nein, Name und Adresse allein reichen für eine Banküberweisung nicht. Du brauchst immer mindestens eine IBAN oder Account Number, um das Geld eindeutig einem Konto zuordnen zu können. Es gibt jedoch alternative Wege, Geld nur mit Namen zu senden: Bargeldabholung über Western Union, MoneyGram oder Remitly funktioniert ohne Konto. Auch PayPal, Wise oder Revolut bieten Optionen, Geld an eine E-Mail-Adresse oder Telefonnummer zu schicken, ohne dass du die IBAN BIC Überweisung-Daten kennen musst.
Fazit: Welche Bankdaten brauchst du wirklich?
Welche Bankdaten braucht man für eine Überweisung? Innerhalb Deutschlands und der SEPA-Zone genügen IBAN und Name – mehr nicht. Für eine Auslandsüberweisung außerhalb von SEPA kommen BIC, Empfängeradresse und landesspezifische Codes wie Routing Number oder Sort Code dazu. Das größte Risiko sind Tippfehler bei der IBAN, die im schlimmsten Fall dein Geld auf ein fremdes Konto schicken.
Spezialanbieter wie Wise, Remitly oder Xe verlangen meist weniger Bankdaten Auslandsüberweisung als deine Hausbank, sind transparenter bei den Gebühren und kommen oft schneller an. Vergleiche vor jeder größeren Überweisung mindestens einen Spezialanbieter mit deiner Bank – die Ersparnis liegt häufig bei 30 bis 60 Euro pro 1.000 Euro Transferbetrag.

Mohammad Humaid
Bestätigter AutorMo ist der Gründer von MoneyTransferStore. Als Expat, der selbst die Herausforderungen von internationalen Geldtransfers erlebt hat, hat er es sich zur Aufgabe gemacht, anderen in ähnlichen Situationen zu helfen, versteckte Gebühren und schlechte Wechselkurse zu vermeiden. Mit einem Hintergrund in Fintech, Zahlungsverkehr und Web3 bringt Mo jahrelange praktische Erfahrung in den Aufbau einer Plattform ein, die auf Transparenz und Vertrauen ausgerichtet ist.
