Konto in England eröffnen (2026)

Wer ein Konto in England eröffnen will, landet schnell in einer Schleife. Der Vermieter will ein britisches Bankkonto für die Miete, die Bank will einen Adressnachweis, und den bekommst du erst mit Mietvertrag.
Dieser Ratgeber gilt für das ganze Vereinigte Königreich, also auch, wenn du ein Konto in Großbritannien eröffnen willst, in Schottland oder Wales. Er zeigt, was Lloyds, HSBC und Santander wirklich verlangen und warum die Kontoführung selten das Problem ist.
Teuer wird ein englisches Bankkonto dort, wo Euro zu Pfund werden. Wir rechnen die Kursaufschläge mit echten Zahlen durch und zeigen, wie du GBP-Kontodaten mit Sort Code bekommst, bevor du überhaupt eine Adresse hast.
Bestes englisches Bankkonto für Deutsche (kostenlos, ohne UK-Adresse)
Wenn du Pfund empfangen oder Miete zahlen musst, bevor du einen Adressnachweis hast, ist das der Weg, der sofort funktioniert.
- Sort Code und Kontonummer: britische Kontodaten für Gehalt, Miete und Überweisungen
- Keine britische Adresse nötig: Eröffnung von Deutschland aus mit Reisepass oder Personalausweis
- Faster Payments, Bacs und CHAPS: Inlandszahlungen in Pfund kostenlos empfangen
- Euro zum Mittelkurs tauschen: rund 0,48 % Gebühr statt 3 % und mehr bei Banken
- Debitkarte für England: kontaktlos zahlen, auch mit Apple Pay und Google Pay
- Keine Monatsgebühr: kein Mindestguthaben, kein Kontopaket
Kannst du als Deutscher ein Konto in England eröffnen?
Ja, ein Konto in England eröffnen kannst du als Deutscher, aber britische Banken verlangen fast immer einen Adressnachweis aus dem Vereinigten Königreich und seit dem Brexit einen gültigen Aufenthaltsstatus. Wer noch keine Wohnung hat, bekommt bei den Filialbanken meist kein Girokonto. GBP-Kontodaten mit Sort Code gibt es ohne Adresse aber sofort über Wise.
Der eigentliche Blocker: der Adressnachweis
Britische Banken prüfen Identität und Adresse getrennt. Der Reisepass beweist, wer du bist, aber nicht, wo du wohnst. Dafür wollen sie ein Dokument mit deinem Namen und deiner britischen Anschrift, etwa einen Mietvertrag, eine Rechnung für Council Tax oder Strom oder einen Brief der Universität.
Das Problem: Viele Vermieter schließen den Mietvertrag erst ab, wenn du ein britisches Bankkonto für Miete und Kaution nennen kannst. Strom und Internet melden Neuankömmlinge meist erst nach dem Einzug an, und die erste Rechnung kommt Wochen später. Wer in den ersten Monaten in einem Zimmer zur Untermiete wohnt, hat oft gar keinen Nachweis auf den eigenen Namen.
Seit dem Brexit: Visum und Aufenthaltsstatus zählen
Seit dem Ende der Freizügigkeit brauchen Deutsche für einen längeren Aufenthalt ein Visum, etwa als Studierende oder Fachkräfte. Banken fragen nach diesem Status, weil er bestimmt, wie lange du im Land bist. Das britische Studentenvisum kostet bei einem Antrag von außerhalb des Vereinigten Königreichs 558 Pfund, dazu kommt der Gesundheitszuschlag von 776 Pfund pro Jahr.
Für Banken ist der Aufenthaltsstatus inzwischen meist digital. Statt einer Plastikkarte zeigst du dein eVisa über das Online-Konto der Einwanderungsbehörde. Wer nur als Tourist einreist, hat ohne Adresse und ohne Visum bei keiner der großen Banken eine realistische Chance, ein Konto in Großbritannien zu eröffnen.
Brauchst du überhaupt ein englisches Bankkonto?
Für eine Städtereise nach London brauchst du kein Konto in England, eine Karte ohne Fremdwährungsgebühr genügt. Wie du im Ausland kontaktlos zahlst und welche Limits gelten, steht in unserem Ratgeber zum kontaktlosen Bezahlen im Ausland.
- Gehalt in Pfund: britische Arbeitgeber zahlen per Bacs auf ein Konto mit Sort Code
- Miete und Kaution: Vermieter und Agenturen wollen eine Inlandsüberweisung, keine Auslandszahlung
- Lastschriften: Council Tax, Strom, Handy und Fitnessstudio laufen per Direct Debit
- Kunden in Großbritannien: Freelancer bekommen Pfund günstiger auf GBP-Kontodaten
In fast allen Fällen braucht der Zahlende einen Sort Code und eine achtstellige Kontonummer. Wie sich diese britischen Angaben von IBAN und BIC unterscheiden, erklärt unser Überblick zu den Bankdaten für eine Überweisung.
Ohne britische Adresse: Pfund-Kontodaten sofort
Die Filialbank wartet auf deinen Adressnachweis. Wise nicht: Das GBP-Konto eröffnest du von Deutschland aus und gibst den Sort Code direkt an Vermieter oder Arbeitgeber weiter.
- Ohne Mietvertrag: die deutsche Adresse reicht für die Eröffnung
- Sort Code und Kontonummer: Pfund per Faster Payments in Sekunden empfangen
- Miete aus der Schleife holen: Kaution zahlen, bevor die Bank dich kennt
- Kostenloser Inlandsempfang: kein Abzug auf Zahlungen in Pfund aus Großbritannien
Was ein englisches Bankkonto kostet
Ein britisches Bankkonto kostet in der Standardversion meist keine Monatsgebühr. Teuer wird es bei Fremdwährung: Lloyds rechnet eingehende Euro unter 10.000 Pfund mit 3,55 % Aufschlag um und berechnet 2 bis 7 Pfund pro Zahlung, Santander nimmt für eine Auslandsüberweisung 25 Pfund plus bis zu 3 % im Kurs.
Kontoführung: meist kostenlos
Großbritannien kennt seit Jahrzehnten das Modell "free if in credit": Solange das Konto nicht im Minus ist, zahlst du für das normale Girokonto nichts. Das gilt für die Standardkonten der großen Banken wie Barclays, HSBC, Lloyds und NatWest. Kosten entstehen bei Kontopaketen mit Versicherungen, bei Überziehungen und beim Geld, das ins Ausland geht oder aus dem Ausland kommt.
Für Deutsche bedeutet das: Die Frage ist nicht, was das Konto in England im Monat kostet, sondern was beim Weg zwischen Euro und Pfund verloren geht. Genau dort verstecken die Banken ihre Marge, und zwar im Kurs statt in der Gebührentabelle.
Was Geld aus Deutschland kostet, wenn es in England ankommt
Schickst du Euro auf ein Pfund-Konto, rechnet die britische Bank beim Eingang um. Lloyds veröffentlicht dafür ungewöhnlich offen seine Zahlen: Eingehende Fremdwährung unter 10.000 Pfund wird mit einem Aufschlag von 3,55 % umgerechnet, dazu kommen 2 Pfund für Zahlungen bis 100 Pfund und 7 Pfund darüber. Nur Euro-Zahlungen über SEPA auf ein Euro-Konto sind frei.
Bank | Gebühr beim Empfang | Aufschlag beim Umrechnen |
|---|---|---|
Lloyds | 2 Pfund bis 100 Pfund, 7 Pfund darüber | 3,55 % unter 10.000 Pfund |
Santander | keine Gebühr auf Fremdwährungseingang | nicht veröffentlicht |
Wise GBP-Konto | kostenlos im Inland | rund 0,48 % Gebühr zum Mittelkurs |
Was das in Geld bedeutet, mit dem Mittelkurs von Anfang Oktober 2026, 1 Euro gleich 0,8518 Pfund: 5.000 Euro sind am Mittelkurs rund 4.259 Pfund wert. Bei 3,55 % Aufschlag und 7 Pfund Gebühr bleiben bei Lloyds rund 4.101 Pfund. Über Wise kommen nach einer Gebühr von 23,88 Euro rund 4.238 Pfund an, also etwa 137 Pfund mehr.

Was Geld zurück nach Deutschland kostet
Auch der Rückweg kostet. Santander berechnet für eine Auslandsüberweisung 25 Pfund und für SEPA-Zahlungen 15 Pfund, und rechnet bis 10.000 Pfund mit 3 % Aufschlag um. Wer aus Großbritannien Geld nach Hause schickt, etwa für Rechnungen oder einen Bausparvertrag in Deutschland, verliert bei 1.000 Pfund im Monat schnell über 600 Pfund im Jahr.
Dazu kommt die Karte. Wer mit der Debitkarte von Santander im Urlaub in Spanien bezahlt, zahlt 1,25 Pfund pro Kauf plus 2,75 %. Mehr zu den Mechanismen hinter solchen Aufschlägen erklärt unser Ratgeber zum besten Wechselkurs bei Auslandsüberweisungen.
Rund 137 Pfund Unterschied bei 5.000 Euro
Der Aufschlag beim Umrechnen ist die teuerste Position am englischen Bankkonto, und er steht auf keiner Rechnung.
- Mittelkurs statt Bankkurs: der Kurs, den du bei Google oder Reuters siehst
- Gebühr vor dem Tausch sichtbar: bei 5.000 Euro nach Pfund rund 24 Euro
- Euro per SEPA rein, Pfund per Faster Payments raus: kein SWIFT, keine Korrespondenzbank
- Auch für den Rückweg: Pfund zum Mittelkurs zurück in Euro
Welche Unterlagen brauchst du für ein Konto in England?
Für ein Konto in England brauchst du einen Reisepass, den Nachweis deines Aufenthaltsstatus und einen Adressnachweis aus dem Vereinigten Königreich. Dazu fragen Banken nach Beschäftigung, Einkommen und Steuerdaten. Studierende können oft einen Brief ihrer Universität als Adressnachweis nutzen, Berufstätige eine Bestätigung des Arbeitgebers.
Ausweis und Aufenthaltsstatus
- Reisepass: das Standarddokument, der Personalausweis wird nicht überall akzeptiert
- eVisa: der digitale Nachweis deines Visums über das Konto bei UK Visas and Immigration
- Beschäftigung und Einkommen: Arbeitsvertrag, Gehaltsnachweis oder Zulassung der Universität
- Steuerdaten: deine deutsche Steuer-ID, später die National Insurance Number
Die National Insurance Number, das britische Gegenstück zur Sozialversicherungsnummer, brauchst du für die Kontoeröffnung in der Regel nicht. Du beantragst sie nach der Einreise für Arbeit und Steuern, und viele Banken fragen später danach, um deine Steuerdaten zu ergänzen. Wer sie noch nicht hat, gibt zunächst die deutsche Steuer-ID an.
Adressnachweise, die britische Banken akzeptieren
Welche Dokumente als Adressnachweis zählen, legt jede Bank selbst fest. Üblich sind ein unterschriebener Mietvertrag, eine Rechnung für Council Tax, Strom, Gas oder Wasser, ein Kontoauszug einer anderen Bank oder ein Schreiben einer Behörde. Die Dokumente sollten aktuell sein, meist nicht älter als drei Monate.
HSBC schreibt, dass du ein britisches Konto von vielen Orten im Ausland beantragen kannst, mit Ausweis und Adressnachweis wie einer Rechnung oder einem Kontoauszug. Einige Funktionen gibt es laut HSBC aber nicht, solange du außerhalb des Vereinigten Königreichs wohnst. Plane deshalb damit, dass das volle Konto erst nach dem Umzug funktioniert.
Ein praktischer Trick: Bitte Arbeitgeber oder Universität gleich zu Beginn um ein Schreiben auf Briefpapier, das deinen Namen und deine britische Anschrift nennt. Und melde dich so früh wie möglich bei der Council Tax deines Bezirks an, denn die erste Rechnung ist einer der Nachweise, die fast jede Bank akzeptiert, wenn du ein Bankkonto in England eröffnen willst.
Studierende: Konten für internationale Studierende
Für Studierende ist die Lage am einfachsten. HSBC bietet ein eigenes Konto für internationale Studierende an, die weniger als drei Jahre im Land leben, ohne Monatsgebühr, aber ohne Zugang zu Kreditkarten, Krediten und Hypotheken. Andere Banken akzeptieren das Bestätigungsschreiben der Universität als Adressnachweis.
Trotzdem bleibt eine Lücke zwischen Einschreibung und Kontoeröffnung. Studiengebühren, Wohnheim und die ersten Wochen im Supermarkt werden fällig, bevor die Bank das Konto freischaltet. Wer seine Pfund vorher schon auf einem eigenen GBP-Konto hat, überbrückt diese Zeit ohne teure Kartenzahlungen.
So eröffnest du ein Konto in England, Schritt für Schritt
Ein Bankkonto in England eröffnen läuft bei den großen Banken heute meist über die App: Antrag stellen, Reisepass und Gesicht scannen, Adressnachweis hochladen, Bonitätsprüfung abwarten. Bei Problemen mit dem Nachweis hilft oft ein Termin in der Filiale. Der Schlüssel ist die britische Adresse, ohne die der Antrag meist schon automatisch stoppt.
Online oder in der Filiale
- Bank auswählen und prüfen, welche Adressnachweise sie akzeptiert
- Antrag in der App stellen, mit Reisepass und Selfie zur Identifizierung
- Adressnachweis, Aufenthaltsstatus und Angaben zu Einkommen hochladen
- Bonitäts- und Identitätsprüfung abwarten, bei Neuankömmlingen oft mit Rückfragen
- Debitkarte und PIN kommen getrennt per Post an die britische Adresse
Bei der Prüfung fragen britische Banken eine Auskunftei ab. Wer neu im Land ist, hat dort keinen Eintrag, was nicht automatisch eine Ablehnung bedeutet, aber Rückfragen auslöst. Ein Termin in der Filiale mit allen Unterlagen löst solche Fälle meist schneller als der Chat in der App.
Welche Bank für Deutsche in Frage kommt
Die großen Filialbanken sind Barclays, HSBC, Lloyds, NatWest und Santander, dazu kommen Nationwide als Bausparkasse und kleinere Häuser wie TSB. Für Neuankömmlinge unterscheiden sie sich weniger in der Kontoführung, die meist kostenlos ist, als darin, welche Nachweise sie akzeptieren und wie offen sie ihre Preise für Fremdwährung zeigen.
HSBC ist international aufgestellt und beschreibt einen Antragsweg aus dem Ausland, Lloyds veröffentlicht seine Aufschläge auf Fremdwährung transparenter als die meisten Wettbewerber. Wer ein Bankkonto in England eröffnen will, um dort Gehalt zu bekommen, sollte vor allem auf zwei Dinge achten: welche Adressnachweise die Bank akzeptiert und was sie beim Umtausch von Euro in Pfund verlangt. Bei beiden Fragen hilft ein Blick in das Preisverzeichnis mehr als jede Werbung.
Konto in London eröffnen: was die Großstadt anders macht
Wer ein Konto in London eröffnen will, hat die meisten Filialen in Reichweite, aber auch den härtesten Wohnungsmarkt. Agenturen verlangen oft eine Kaution von bis zu fünf Wochenmieten, die vor dem Einzug fällig ist, und die erste Monatsmiete gleich dazu. Ohne britisches Bankkonto wird jede dieser Zahlungen zur Auslandsüberweisung.
Viele Zuzügler wohnen in London zunächst zur Zwischenmiete oder in möblierten Zimmern, für die es keine Rechnungen auf den eigenen Namen gibt. Das verlängert die Suche nach einem Adressnachweis um Wochen. Ein GBP-Konto, das ohne Adresse funktioniert, nimmt genau hier den Druck heraus.
Konto in London eröffnen, bevor du die Wohnung hast
Mit Wise hast du britische Kontodaten, bevor du die erste Besichtigung hast, und kannst Kaution und Miete wie ein Einheimischer überweisen.
- Kaution per Faster Payments: die Agentur sieht eine Inlandszahlung
- Online in Minuten: Antrag und Identitätsprüfung in der App
- Euro-Konto gleich dabei: Geld aus Deutschland per SEPA einzahlen
- Karte vor dem Umzug: kommt an deine deutsche Adresse
Wise als englisches Bankkonto: GBP-Kontodaten ohne Adresse

Wise gibt dir ein GBP-Konto mit Sort Code und Kontonummer, auf dem du Zahlungen über Faster Payments, Bacs und CHAPS kostenlos empfangen kannst. Du eröffnest es von Deutschland aus ohne britische Adresse und ohne Bonitätsprüfung. Euro tauschst du zum Mittelkurs mit rund 0,48 % Gebühr in Pfund, und eine Monatsgebühr gibt es nicht.
Was du bekommst
Das Wise-Konto ist ein Multiwährungskonto mit Euro, Pfund und über 40 weiteren Währungen. Für das Pfund bekommst du britische Kontodaten, die sich für Arbeitgeber, Vermieter und Kunden wie ein englisches Bankkonto verhalten. Das Gehalt kommt per Bacs, die Miete geht per Faster Payments in Sekunden raus.
- Sort Code und Kontonummer: für Faster Payments, Bacs und CHAPS in Pfund
- Euro-Kontodaten: Geld aus Deutschland per SEPA einzahlen
- Debitkarte: kontaktlos in England zahlen, mit Apple Pay und Google Pay
- Umtausch zum Mittelkurs: Gebühr vor jedem Tausch sichtbar
Wer bei Wise ein Pfundkonto eröffnen will, legt in der App die Währung GBP an und sieht danach Sort Code und Kontonummer. Wise ist in der EU als E-Geld-Institut von der belgischen Nationalbank beaufsichtigt, nicht von der BaFin, und verwahrt dein Guthaben getrennt vom eigenen Vermögen. Mehr dazu steht in unserem Wise-Test.
Ein typischer Ablauf für den Umzug nach Manchester oder London sieht so aus: Zwei Wochen vor dem Flug eröffnest du das Wise-Konto, legst Pfund als Währung an und schickst dem Vermittler deines Zimmers Sort Code und Kontonummer für die Kaution. Den Euro-Betrag überweist du per SEPA von deinem deutschen Girokonto, tauschst ihn in Pfund und zahlst die Kaution per Faster Payments. In England angekommen, zahlst du mit der Karte im Supermarkt und gibst deinem Arbeitgeber dieselben Kontodaten für das erste Gehalt.
Auch Lastschriften in Pfund, die Direct Debits, lassen sich über die GBP-Kontodaten einrichten, etwa für Handyvertrag, Strom oder Fitnessstudio. So läuft der Alltag in England von der ersten Woche an über ein Konto, das du schon aus Deutschland kennst.
Was es kostet
Leistung | Wise GBP-Konto | Britische Großbank |
|---|---|---|
Kontoführung | kostenlos | meist kostenlos, Adressnachweis nötig |
Pfund aus Großbritannien empfangen | kostenlos | kostenlos |
Pfund per SWIFT empfangen | 2,16 Pfund | je nach Bank, bei Lloyds 2 bis 7 Pfund |
Euro in Pfund tauschen | rund 0,48 % zum Mittelkurs | bei Lloyds 3,55 % Aufschlag |
Karte | 7 Euro einmalig | kostenlos, Auslandseinsatz kostet extra |
Rechnet man ein Jahr mit 1.000 Euro im Monat durch, die in Pfund getauscht werden, zahlst du bei Wise rund 57 Euro. Mit dem Aufschlag von Lloyds wären es über 420 Euro, ohne die Gebühr pro Zahlung.
Was Wise nicht kann
Ein GBP-Konto bei Wise ist kein vollwertiges britisches Bankkonto, und für ein Leben in England solltest du die Grenzen kennen.
- Keine Kredithistorie: Wise baut keinen britischen Credit File auf, der für Handyvertrag oder Mietwohnung zählt
- Keine FSCS-Sicherung: das Guthaben ist getrennt verwahrt, aber nicht über die britische Einlagensicherung geschützt
- Kein Dispokredit: Wise bietet keine Überziehung an
- Kein Bargeld einzahlen: Bargeld und Schecks kannst du nicht einreichen
Das Pfundkonto für den Anfang, die Bank für später
Für die ersten Monate löst Wise die Adressschleife. Das britische Bankkonto kommt dazu, sobald Mietvertrag und Rechnungen da sind.
- Kaution und Miete zahlen: ohne Bonitätsprüfung und Filialtermin
- Gehalt empfangen: per Bacs auf deinen Sort Code
- Später kombinieren: Pfund per Faster Payments auf die neue Bank schieben
- Euro und Pfund parallel: Verträge in Deutschland weiter aus Euro bedienen
Geld aus Deutschland nach England überweisen
Euro kommen über SEPA günstig in Großbritannien an, weil das Land auch nach dem Brexit am SEPA-System teilnimmt. Die Kosten entstehen beim Umtausch in Pfund, denn deutsche und britische Banken rechnen mit Aufschlägen von rund 3 %. Günstiger ist es, Euro zum Mittelkurs zu tauschen und die Pfund im Inland weiterzuschicken.
SEPA in Euro, Umtausch in Pfund: wo die Kosten entstehen
Großbritannien ist seit dem Brexit Drittstaat, bleibt aber SEPA-Teilnehmer. Eine Euro-Überweisung auf ein britisches Euro-Konto läuft deshalb wie innerhalb der EU. Wer aber auf ein Pfund-Konto überweist, zwingt eine der beiden Banken zum Umtausch, und die nimmt ihren eigenen Kurs. Wie SEPA und SWIFT sich technisch unterscheiden, zeigt unser Ratgeber So funktioniert eine internationale Überweisung.
Schickt deine deutsche Bank dagegen Pfund direkt, läuft die Zahlung oft über SWIFT und Korrespondenzbanken. Wählst du dabei die Spesenoption SHA, können Zwischenbanken Gebühren vom Betrag abziehen, und auf dem Konto in England kommt weniger an, als du losgeschickt hast. Mit OUR zahlst du alles selbst, meist deutlich teurer. Der sauberste Weg ist deshalb Euro per SEPA zu einem Anbieter zu schicken, der zum Mittelkurs tauscht und die Pfund im britischen Inlandsnetz auszahlt.
Was deutsche Banken für Auslandsüberweisungen außerhalb von SEPA verlangen, vergleicht unser Ratgeber zu den Kosten einer Auslandsüberweisung. Gerade bei Pfund-Zahlungen aus Deutschland lohnt sich der Blick auf den Endbetrag, denn der Kurs der Hausbank liegt oft mehrere Prozent unter dem Mittelkurs.
Kosten vergleichen, bevor du sendest
Wie viele Pfund am Ende ankommen, hängt vom Anbieter und vom Tag ab. Gib den Betrag im Rechner ein und vergleiche die Endbeträge. Alle Wege von Deutschland ins Vereinigte Königreich findest du auch auf unserer Seite Geld von Deutschland nach Großbritannien senden.
Für größere Summen wie eine Kaution oder den Umzug lohnt sich der Vergleich besonders. Weitere Spartipps für jede Art von Auslandsüberweisung stehen in unserem Ratgeber Günstig Geld ins Ausland überweisen.
Wie lange dauert es, ein Konto in England zu eröffnen?
Mit Adressnachweis und Aufenthaltsstatus ist ein britisches Bankkonto in der App oft in wenigen Tagen eröffnet, Karte und PIN kommen danach per Post. Ohne Adressnachweis wartet man so lange, bis Mietvertrag oder erste Rechnung da sind, und das sind schnell vier bis acht Wochen. Ein GBP-Konto bei Wise ist nach der Identitätsprüfung meist sofort nutzbar.
Zeitplan nach Weg
Weg | Dauer | Voraussetzung |
|---|---|---|
Wise GBP-Konto | Minuten bis wenige Tage | Ausweis, Wohnsitz in Deutschland |
Britische Bank mit Adressnachweis | wenige Tage, Karte per Post | Adressnachweis, eVisa, Einkommen |
Britische Bank ohne Adressnachweis | bis der Nachweis da ist, oft Wochen | Mietvertrag oder Rechnung abwarten |
Wie lange danach eine Überweisung aus Deutschland unterwegs ist, hängt vom Weg ab, SEPA und Faster Payments sind schnell, SWIFT nicht. Details stehen in unserem Ratgeber zur Dauer internationaler Überweisungen.
Was die Eröffnung verzögert
Die häufigsten Gründe sind ein fehlender oder zu alter Adressnachweis, eine Schreibweise des Namens, die im Mietvertrag anders ist als im Reisepass, und die Bonitätsprüfung ohne britische Historie. Auch der Wechsel vom Zwischenquartier in die feste Wohnung kann die Bank zu einer zweiten Prüfung bewegen.
Wer das Konto in England dringend braucht, sollte sich deshalb nicht auf einen Termin verlassen, sondern Pfund-Zahlungen in der Zwischenzeit über eigene GBP-Kontodaten abwickeln. Der Ablauf in anderen Ländern ist ähnlich: In den USA ist die Steuernummer das Problem, wie unser Ratgeber zum Konto in den USA zeigt, in Australien die Filialprüfung, mehr dazu beim Konto in Australien.
Auch nach der Eröffnung dauert manches noch. Debitkarte und PIN kommen in getrennten Briefen, und wer sein Gehalt später von einem Konto auf ein anderes umziehen will, nutzt den Current Account Switch Service, der den Wechsel innerhalb von sieben Werktagen erledigt. Wer vorher schon Pfund auf eigenen GBP-Kontodaten hatte, schiebt das Geld einfach per Faster Payments hinüber.
Einlagensicherung: Was die FSCS schützt und was nicht
Guthaben bei britischen Banken sind über die Financial Services Compensation Scheme abgesichert, seit dem 1. Dezember 2025 bis 120.000 Pfund pro Person und Bank. Das ist ein echter Vorteil des klassischen britischen Bankkontos, wenn du größere Summen in Pfund hältst.
Wise ist keine Bank und fällt nicht unter die FSCS, sondern verwahrt Kundengeld getrennt vom eigenen Vermögen. Für Gehalt, Miete und laufende Ausgaben spielt das kaum eine Rolle, für Ersparnisse in Pfund solltest du es wissen. Wer Pfund wieder zurück nach Deutschland holt, findet im Ratgeber zur Auslandsüberweisung auf ein deutsches Konto die Kosten im Detail.
Fazit: So klappt das Konto in England ohne Wartezeit
Ein Konto in England eröffnen ist mit Adressnachweis einfach und meist kostenlos, ohne Nachweis aber kaum möglich. Das eigentliche Geld verlieren Deutsche nicht an der Kontoführung, sondern beim Umtausch, mit Aufschlägen von 3 % und mehr wie bei Lloyds oder Santander.
Wer nur kurz bleibt, etwa für ein Praktikum oder ein Semester, kommt oft ganz ohne britische Bank aus. Wer länger bleibt, braucht sie spätestens für Handyvertrag, Mietwohnung und Kredithistorie. Das Pfundkonto bei Wise und das Bankkonto in England schließen sich deshalb nicht aus, sie folgen aufeinander.
Das Setup, das funktioniert: vor dem Umzug ein GBP-Konto bei Wise mit Sort Code eröffnen, Euro zum Mittelkurs tauschen und Kaution, Miete und erste Gehälter darüber laufen lassen. Sobald Mietvertrag und Rechnungen da sind, kommt ein britisches Bankkonto bei einer Großbank dazu, für Kredithistorie, Dispo und Einlagensicherung.
Häufige Fragen zum Konto in England
Kann ich als Deutscher ein Konto in England eröffnen?
Ja, aber britische Banken verlangen einen Adressnachweis aus dem Vereinigten Königreich und einen gültigen Aufenthaltsstatus. Ohne Mietvertrag, Rechnung oder Brief der Universität lehnen die meisten Banken ab. Als Tourist ohne Adresse und Visum hast du praktisch keine Chance auf ein Konto in England. Britische Kontodaten mit Sort Code bekommst du ohne Adresse aber sofort über ein GBP-Konto bei Wise.
Kann ich ein Konto in Großbritannien eröffnen, ohne dort zu wohnen?
Bei einigen Banken ist ein Antrag aus dem Ausland möglich, HSBC etwa nennt das ausdrücklich, verlangt aber Ausweis und Adressnachweis. Manche Funktionen gibt es laut HSBC nicht, solange du außerhalb des Vereinigten Königreichs wohnst. Ein Konto in Großbritannien eröffnen ohne britischen Wohnsitz klappt am zuverlässigsten mit Wise, das GBP-Kontodaten ohne britische Adresse vergibt. Für Kredithistorie und Einlagensicherung brauchst du später zusätzlich eine britische Bank.
Was kostet ein englisches Bankkonto?
Die Standardkonten der großen Banken kosten meist keine Monatsgebühr, solange das Konto im Plus ist. Teuer wird ein englisches Bankkonto beim Umtausch: Lloyds rechnet eingehende Fremdwährung unter 10.000 Pfund mit 3,55 % Aufschlag um und berechnet 2 bis 7 Pfund pro Zahlung. Santander nimmt für eine Auslandsüberweisung 25 Pfund plus bis zu 3 % im Kurs. Bei Wise kostet der Tausch von Euro in Pfund rund 0,48 %.
Welche Unterlagen brauche ich, um ein Bankkonto in England zu eröffnen?
Du brauchst einen Reisepass, den Nachweis deines Aufenthaltsstatus, meist als eVisa, und einen aktuellen britischen Adressnachweis. Dazu kommen Angaben zu Beschäftigung, Einkommen und Steuern. Studierende nutzen oft einen Brief der Universität als Adressnachweis. Ohne Adressnachweis lässt sich ein Bankkonto in England eröffnen meist erst nach dem Einzug in eine feste Wohnung.
Wie kann ich ein Konto in London eröffnen, wenn ich noch keine Wohnung habe?
Bei den Filialbanken ist das schwierig, weil der Adressnachweis fehlt. Viele Zuzügler eröffnen deshalb zuerst ein GBP-Konto bei Wise, mit dem sie Kaution und Miete per Faster Payments zahlen können. Sobald Mietvertrag oder Council-Tax-Rechnung da sind, lässt sich ein Konto in London eröffnen, das alle Funktionen einer britischen Bank hat. Beide Konten lassen sich danach problemlos parallel nutzen.
Wie lange dauert die Kontoeröffnung in England?
Mit allen Unterlagen ist ein britisches Bankkonto in der App oft in wenigen Tagen eröffnet, Karte und PIN kommen danach per Post. Fehlt der Adressnachweis, dauert es so lange, bis Mietvertrag oder erste Rechnung vorliegen, häufig vier bis acht Wochen. Ein GBP-Konto bei Wise ist nach der Identitätsprüfung meist sofort nutzbar. Viele Deutsche überbrücken mit Wise genau diese Wartezeit.
Ist ein britisches Bankkonto bei Wise ein echtes Bankkonto?
Wise gibt dir echte britische Kontodaten mit Sort Code und Kontonummer, über die Faster Payments, Bacs und CHAPS laufen. Rechtlich ist Wise aber ein E-Geld-Institut und keine Bank. Du bekommst damit keinen Dispokredit, keine britische Kredithistorie und keine Absicherung über die FSCS. Für Gehalt, Miete und Ausgaben in Pfund ersetzt es ein britisches Bankkonto in den ersten Monaten trotzdem vollständig.
Lohnt sich ein Pfundkonto in Deutschland statt eines Kontos in England?
Ein Pfundkonto bei einer deutschen Bank hat eine deutsche IBAN und keinen Sort Code. Zahlungen aus Großbritannien kommen darauf als Auslandsüberweisung an, mit Gebühren und oft einem Kursaufschlag. Ein GBP-Konto mit britischen Kontodaten empfängt dagegen Inlandszahlungen in Pfund. Für Gehalt und Miete in England ist der Sort Code deshalb das entscheidende Merkmal.
Wie schicke ich Geld günstig von Deutschland auf mein Konto in England?
Euro kommen per SEPA günstig in Großbritannien an, die Kosten entstehen beim Umtausch in Pfund. Banken rechnen dabei mit rund 3 % Aufschlag, bei 5.000 Euro sind das über 100 Pfund. Günstiger ist es, Euro per SEPA zu Wise zu schicken, zum Mittelkurs mit rund 0,48 % Gebühr zu tauschen und per Faster Payments auf das Konto in England weiterzuleiten. Vergleiche vorher immer den Endbetrag in Pfund.
Quellen
- Lloyds Bank, Receive an international payment
- Lloyds Bank, Send an international payment
- Santander UK, Current account fees and charges
- HSBC UK, Apply for a UK account from abroad
- HSBC UK, International Student Bank Account
- GOV.UK, Student visa
- FSCS, Deposit protection limit
- Wise, Welche Zahlungen kann ich in welcher Währung empfangen?
- Wise, Gebühren für den Geldempfang
- Wise, Kartengebühren
- Wise, Regulierung nach Land und Region

Mohammad Humaid
Bestätigter AutorMo is the founder of MoneyTransferStore. As an expat who has experienced the challenges of sending money across borders himself, he set out to help others like him avoid hidden fees and unfair exchange rates on international transfers. With a background spanning fintech, payments, and Web3, Mo brings years of practical experience to building a platform focused on transparency and trust.


