Konto in Singapur eröffnen (2026)

Ein Konto in Singapur eröffnen ist für Expats mit Arbeitsvertrag erstaunlich einfach: Die großen Banken lassen dich den Antrag per App stellen, sogar vor der Einreise. Für alle anderen ist es fast unmöglich, denn ohne gültigen Pass für Arbeit oder Studium nennen die Banken keinen Weg zum normalen Privatkonto.
Wer für einen neuen Job, ein Auslandssemester oder als Partner eines Expats nach Singapur zieht, braucht das Konto für Gehalt, Miete und die Zahlungsdienste FAST und PayNow, über die im Stadtstaat fast alles läuft. Wer dagegen als Gründer, Freelancer oder Tourist ein Bankkonto in Singapur eröffnen will, stößt schnell an Grenzen.
Dieser Ratgeber zeigt, was DBS konkret verlangt, was ein singapurisches Bankkonto kostet, wie lange die Eröffnung dauert und wie du SGD-Kontodaten schon in Deutschland bekommst, auch ohne Employment Pass.
Bestes Singapur-Konto für Deutsche (kostenlos, ohne Employment Pass)
Wenn du Singapur-Dollar empfangen musst, bevor dein Pass ausgestellt ist, oder ganz ohne Pass, ist das der Weg, der heute funktioniert.
- SGD-Kontodaten: Bankcode und Kontonummer für Zahlungen in Singapur-Dollar
- FAST und PayNow empfangen: Zahlungen aus Singapur kommen in Sekunden an
- Kein Pass nötig: Eröffnung in Deutschland mit Reisepass oder Personalausweis
- Keine Monatsgebühr: kein Mindestguthaben, keine Fall-below-Gebühr
- Euro zum Mittelkurs tauschen: rund 0,45 % Gebühr statt 3 % Bankaufschlag
- Karte für Singapur: kontaktlos zahlen, mit Apple Pay und Google Pay
Kannst du als Deutscher ein Konto in Singapur eröffnen?
Ja, wenn du einen gültigen Pass für Singapur hast. DBS eröffnet Konten für Ausländer mit Employment Pass, S Pass, Student Pass, Dependant Pass oder Long Term Visit Pass, und schon mit der In-Principle Approval der Behörden, also vor der Einreise. Ohne einen dieser Nachweise nennt DBS keinen Weg zum normalen Privatkonto. SGD-Kontodaten bekommst du dann nur über Anbieter wie Wise.
Ohne Pass kein Konto: was DBS verlangt
DBS, die größte Bank Südostasiens, beschreibt für Ausländer eine klare Voraussetzung: einen gültigen Nachweis über Arbeit oder Studium in Singapur. Akzeptiert werden Employment Pass, S Pass, Student Pass, Dependant Pass oder Long Term Visit Pass sowie die In-Principle Approval, das Vorab-Genehmigungsschreiben des Arbeitsministeriums MOM oder der Einwanderungsbehörde ICA. Studierende können zusätzlich eine Bestätigung ihrer Hochschule vorlegen.
Dazu kommen Reisepass, ein Adressnachweis und ein Nachweis über die Steueransässigkeit. Wer keinen dieser Pässe hat, findet in den Unterlagen der Bank keinen Weg zu einem normalen Privatkonto. Das unterscheidet Singapur deutlich von Ländern wie Kanada, wo das Gesetz jedem mit zwei Ausweisdokumenten ein Konto zusichert.
Employment Pass und IPA: der Weg für Expats
Der Employment Pass ist der Standardweg für Fach- und Führungskräfte. Das Arbeitsministerium verlangt dafür ein Monatsgehalt von mindestens 5.600 Singapur-Dollar, in einigen Branchen mehr. Bevor der Pass ausgestellt wird, erhältst du die In-Principle Approval, kurz IPA, und genau dieses Schreiben reicht DBS schon für die Kontoeröffnung.
Das ist der große Vorteil für Expats: Du kannst das singapurische Bankkonto über die App digibank eröffnen, während du noch in Deutschland bist, und deinem Arbeitgeber die Kontonummer für das erste Gehalt geben. Als Adresse akzeptiert DBS anfangs deine Adresse im Ausland, die du nach dem Umzug in der App aktualisierst.
Gründer, Freelancer und Touristen ohne Pass
Wer ohne Pass nach Singapur reist, etwa als Tourist, als Freelancer mit Kunden in Asien oder als Gründer, der eine Firma in Singapur prüft, hat bei den Privatkonten der großen Banken kaum Chancen. Konten für Firmen folgen eigenen Regeln und setzen meist eine eingetragene Gesellschaft voraus. Ein Konto in Singapur eröffnen ohne Wohnsitz und ohne Pass ist für Privatpersonen in der Praxis kaum möglich.
Wer trotzdem Singapur-Dollar empfangen muss, etwa von einem Kunden in Singapur, braucht vor allem lokale Kontodaten. Ein SGD-Konto bei Wise liefert sie ohne Pass, und Zahlungen über FAST kommen darauf an wie bei einem lokalen Konto. Wie sich Bankcodes und Kontonummern von IBAN und BIC unterscheiden, erklärt unser Überblick zu den Bankdaten für eine Überweisung.
Ohne Pass: SGD-Kontodaten sofort
Während die Bank auf deinen Employment Pass wartet oder dich ohne Pass gar nicht annimmt, eröffnest du ein SGD-Konto bei Wise schon in Deutschland.
- Ohne Employment Pass: die deutsche Adresse und ein Ausweis reichen
- FAST und PayNow empfangen: Zahlungen aus Singapur in Sekunden
- Für Kunden in Singapur: Rechnungen in SGD mit lokalen Kontodaten stellen
- Dollar vor dem Umzug: Euro zum Mittelkurs tauschen
Was ein singapurisches Bankkonto kostet
Das Konto My Account von DBS kostet keine Monatsgebühr, verlangt keine Ersteinzahlung und kein Mindestguthaben. Viele klassische Spar- und Girokonten in Singapur arbeiten dagegen mit einem Mindestguthaben und einer Gebühr, wenn du darunter fällst. Der größte Kostenblock für Deutsche ist aber der Umtausch von Euro in Singapur-Dollar, bei dem Banken rund 3 % aufschlagen.
Kontoführung und Mindestguthaben
In Singapur ist das Mindestguthaben die typische Kostenfalle. Viele Konten der großen Banken verlangen einen durchschnittlichen Monatssaldo, und wer darunter fällt, zahlt eine sogenannte Fall-below-Gebühr. Für Neuankömmlinge, deren erstes Gehalt noch nicht da ist, kann das gleich in den ersten Monaten anfallen.
DBS wirbt bei Ausländern deshalb mit My Account, einem Konto ohne Ersteinzahlung, ohne Mindestguthaben und ohne Servicegebühren, in dem du auch mehrere Währungen halten kannst. Wer ein Bankkonto in Singapur eröffnen will, sollte vor der Unterschrift genau prüfen, ob das gewählte Konto ein Mindestguthaben hat.
Konto | Monatsgebühr | Mindestguthaben |
|---|---|---|
DBS My Account | 0 SGD | kein Mindestguthaben, keine Ersteinzahlung |
Wise SGD-Konto | 0 SGD | kein Mindestguthaben, kein Pass nötig |
Was die Kontoführung nicht abdeckt
Kosten entstehen bei Überweisungen ins Ausland, bei Zahlungen mit der Karte in anderen Währungen und beim Umtausch. Für Expats ist das der Alltag: Rechnungen in Deutschland, Versicherungen in Euro, Urlaub in Thailand oder Indonesien. Mit einer singapurischen Debitkarte zahlst du dort in einer Fremdwährung, und die Bank rechnet mit eigenem Kurs um.
Wer viel reist, fährt mit einer Karte ohne Aufschläge besser. Wie die Wise-Karte im Alltag abschneidet, steht in unserem Test der Wise-Karte, und worauf du beim kontaktlosen Bezahlen in Asien achten solltest, erklärt unser Ratgeber zum kontaktlosen Bezahlen im Ausland.
Dazu kommt, dass viele Expats in Singapur zwei Währungswelten gleichzeitig bedienen: Gehalt und Miete in Singapur-Dollar, Versicherungen, Sparpläne und Familie in Euro. Jede Bewegung zwischen beiden kostet bei einer Bank den Aufschlag im Kurs, und über ein ganzes Jahr summiert sich das zu einem Betrag, der jede Kontoführungsgebühr übersteigt.

Der Wechselkurs: die teuerste Position
Banken schlagen auf den Mittelkurs typischerweise 2 bis 4 % auf, ohne das als Gebühr auszuweisen. Ein Rechenbeispiel mit dem Mittelkurs von Anfang Oktober 2026, 1 Euro gleich 1,4398 SGD: 5.000 Euro sind am Mittelkurs rund 7.199 SGD wert. Mit 3 % Aufschlag kommen davon nur rund 6.983 SGD an.
Über Wise kommen nach einer Gebühr von 22,40 Euro rund 7.167 SGD an, also etwa 184 SGD mehr. Bei einem Umzug mit Kaution und den ersten Monatsmieten werden schnell 10.000 Euro und mehr bewegt, und dann liegt der Unterschied schon bei über 360 SGD. Wie du den echten Kurs erkennst, zeigt unser Ratgeber zum besten Wechselkurs.
5.000 Euro, rund 184 Singapur-Dollar Unterschied
Der Aufschlag auf den Kurs ist der teuerste Teil beim Umzug nach Singapur, und er steht auf keiner Abrechnung als Gebühr.
- Mittelkurs: Wise tauscht zum Kurs, den du bei Google siehst
- Gebühr vorab sichtbar: bei 5.000 Euro nach SGD rund 22 Euro
- Euro per SEPA rein: keine SWIFT-Gebühr der Hausbank
- Für die Kaution: große Beträge günstiger nach Singapur bringen
Welche Unterlagen brauchst du für ein Konto in Singapur?
Für ein Konto in Singapur brauchst du einen Reisepass, einen gültigen Pass für Arbeit oder Studium oder die In-Principle Approval, einen Adressnachweis und einen Nachweis über deine Steueransässigkeit. Als Adresse akzeptiert DBS anfangs auch eine Adresse im Ausland. Mit Singpass, der digitalen Identität in Singapur, geht die Prüfung am schnellsten.
Pass und Ausweis
- Reisepass: die Seite mit deinen persönlichen Daten
- Gültiger Pass: Employment Pass, S Pass, Student Pass, Dependant Pass oder Long Term Visit Pass
- Alternativ die IPA: das Vorab-Genehmigungsschreiben von MOM oder ICA
- Für Studierende: zusätzlich eine Bestätigung der Hochschule
- Steueransässigkeit: Angaben zu deiner Steuer-ID, für Deutsche die elfstellige Steuer-ID
Die IPA ist für Expats der wichtigste Baustein, weil sie die Kontoeröffnung vor der Einreise ermöglicht. Bewahre das Schreiben als PDF auf dem Handy auf, denn du brauchst es beim Antrag und oft auch beim ersten Termin beim Arbeitgeber.
Für Partnerinnen und Partner von Expats ist der Dependant Pass der Schlüssel. Auch mit ihm und mit dem Long Term Visit Pass lässt sich ein Konto bei DBS eröffnen. Bis der Pass ausgestellt ist, hilft oft ein gemeinsames Konto oder eine Zusatzkarte des Partners, oder eben eigene SGD-Kontodaten bei Wise.
Adressnachweise, die DBS akzeptiert
Als Adressnachweis nennt DBS unter anderem eine Bestätigung des Arbeitgebers oder der Hochschule, den Stempelsteuerbeleg des Mietvertrags, eine Rechnung für Strom, Wasser oder Telefon in Singapur, einen Konto- oder Kreditkartenauszug einer singapurischen Bank oder die IPA selbst. Ist noch keine Adresse in Singapur vorhanden, kannst du laut DBS zunächst deine Adresse im Ausland angeben.
Wichtig ist, dass du die Adresse nach dem Umzug in der App aktualisierst. Der Stempelsteuerbeleg entsteht, sobald dein Mietvertrag registriert ist, und ist für viele Expats der einfachste Nachweis, weil er automatisch anfällt.
Singpass: warum er alles beschleunigt
Singpass ist die digitale Identität für Einwohner Singapurs, auch für Ausländer mit Pass. Mit Singpass übernimmt die Bank deine Daten direkt aus den Behördenregistern, und DBS nennt dafür eine sofortige Freigabe. Ohne Singpass dauert die Prüfung drei bis fünf Werktage.
Singpass bekommst du erst nach der Ausstellung deines Passes in Singapur. Wer vor der Einreise mit der IPA eröffnet, nimmt also den langsameren Weg, ist aber trotzdem schneller als jemand, der nach der Landung erst mit dem Antrag beginnt.
So eröffnest du ein Konto in Singapur, Schritt für Schritt
Mit IPA oder Pass eröffnest du ein Konto in Singapur bei DBS vollständig über die App digibank: Antrag stellen, Reisepass, Pass oder IPA und Adressnachweis hochladen, Steueransässigkeit angeben, Freigabe abwarten. Die Debitkarte kommt drei bis fünf Werktage nach der Freigabe. Ohne Pass bleibt für Singapur-Dollar nur ein SGD-Konto bei Wise.
Über die App vor der Einreise
- App digibank herunterladen und den Antrag für Ausländer wählen
- Reisepass und IPA oder Pass hochladen
- Adressnachweis einreichen, anfangs auch mit Adresse im Ausland
- Angaben zur Steueransässigkeit machen
- Freigabe abwarten, ohne Singpass drei bis fünf Werktage, danach kommt die Karte
Danach hast du ein singapurisches Bankkonto mit Einlagensicherung über die Singapore Deposit Insurance Corporation, bis 100.000 Singapur-Dollar pro Kunde und Bank. Für Gehalt, Miete, PayNow und GIRO-Lastschriften für Strom und Telefon ist das die Grundausstattung, und als Expat mit Employment Pass wirst du ohnehin dort landen.
Welche Bank für Deutsche in Frage kommt
Die drei großen lokalen Banken sind DBS mit der Tochter POSB, OCBC und UOB. Dazu kommen internationale Häuser wie Citibank, HSBC und Standard Chartered, die eigene Angebote für Expats haben. Für die meisten Neuankömmlinge entscheidet nicht der Name, sondern ob die Bank die Eröffnung mit IPA vor der Einreise erlaubt und ob das gewählte Konto ein Mindestguthaben hat.
Achte auch darauf, wie die Bank Überweisungen ins Ausland bepreist, denn als Deutscher in Singapur schickst du regelmäßig Geld nach Hause, etwa für Versicherungen, Kredite oder die Familie. Ein Konto in Singapur eröffnen ist für Expats Routine, die Unterschiede liegen im Preisverzeichnis.
Nach der Ankunft: was noch zu tun ist
Ist der Pass ausgestellt, richtest du Singpass ein und aktualisierst in der Banking-App deine singapurische Adresse. Danach verknüpfst du PayNow mit deiner Handynummer, damit Kollegen und Freunde dir Geld ohne Kontonummer schicken können, und richtest GIRO-Lastschriften für Strom, Internet und Handy ein. Das Gehalt zahlt dein Arbeitgeber auf das singapurische Bankkonto, das du ihm mit der IPA genannt hast.
Ein Unterschied zu Deutschland: Als Ausländer mit Employment Pass zahlst du nicht in die staatliche Vorsorgekasse CPF ein, die nur für Staatsbürger und Permanent Residents gilt. Dein Nettogehalt fällt dadurch höher aus, aber um die Altersvorsorge kümmerst du dich selbst, oft weiter über Verträge in Deutschland, die in Euro laufen.
Singapur-Dollar, bevor die IPA kommt
Mit Wise hast du dein SGD-Konto, bevor dein Arbeitgeber die Unterlagen eingereicht hat, und kannst Kaution und erste Miete schon vorbereiten.
- Komplett online: Antrag und Identitätsprüfung in der App
- FAST und PayNow: Zahlungen in SGD empfangen wie lokal
- Euro-Konto gleich dabei: Ersparnisse aus Deutschland per SEPA einzahlen
- Karte vor dem Umzug: kommt an deine deutsche Adresse
Wise als Singapur-Konto: SGD-Kontodaten ohne Pass

Wise gibt dir ein SGD-Konto mit lokalen Kontodaten, auf dem du Überweisungen über FAST und PayNow aus Singapur kostenlos empfangen kannst. Du eröffnest es in Deutschland, ohne Employment Pass und ohne singapurische Adresse. Euro tauschst du zum Mittelkurs mit rund 0,45 % Gebühr in Singapur-Dollar, und eine Monatsgebühr oder ein Mindestguthaben gibt es nicht.
Was du bekommst
Das Wise-Konto ist ein Multiwährungskonto, in dem du Euro, Singapur-Dollar und über 40 weitere Währungen hältst. Für den Singapur-Dollar bekommst du lokale Kontodaten mit Bankcode und Kontonummer. Zahlungen über FAST und PayNow kommen darauf in Sekunden an, Überweisungen über das ältere System MEPS dagegen nicht.
- SGD-Kontodaten: für FAST-Überweisungen und PayNow-Zahlungen aus Singapur
- Euro-Kontodaten: Geld aus Deutschland per SEPA einzahlen
- Debitkarte: in Singapur zahlen, mit Apple Pay und Google Pay
- Umtausch zum Mittelkurs: Gebühr vor jedem Tausch sichtbar
So sieht das in der Praxis aus: Nach der Jobzusage eröffnest du das Wise-Konto, legst Singapur-Dollar als Währung an und schickst einen Teil deiner Ersparnisse per SEPA auf dein Euro-Konto. Für die Kaution der Wohnung tauschst du Euro zum Mittelkurs und überweist sie per FAST. Sobald die IPA da ist, eröffnest du das Konto bei DBS für Gehalt und GIRO und nutzt Wise weiter für alles, was zwischen Euro und Singapur-Dollar wechselt.
Wise ist in der EU als E-Geld-Institut von der belgischen Nationalbank beaufsichtigt und verwahrt Kundengeld getrennt vom eigenen Vermögen. Mehr dazu steht in unserem Wise-Test.
Was es kostet
Leistung | Wise SGD-Konto | Singapurische Großbank |
|---|---|---|
Kontoeröffnung | kostenlos, ohne Pass | kostenlos, nur mit Pass oder IPA |
Monatsgebühr und Mindestguthaben | 0 SGD, kein Mindestguthaben | je nach Konto, bei DBS My Account keine |
SGD aus Singapur empfangen | kostenlos über FAST und PayNow | kostenlos |
Euro in SGD tauschen | rund 0,45 % zum Mittelkurs | rund 3 % Aufschlag im Kurs |
Karte | 7 Euro einmalig | kostenlos, Auslandseinsatz kostet extra |
Wer ein Jahr lang monatlich 1.000 Euro in Singapur-Dollar tauscht, zahlt bei Wise rund 54 Euro an Gebühren. Mit 3 % Aufschlag wären es 360 Euro. Für Expats, die den umgekehrten Weg gehen und Gehalt nach Hause schicken, gilt dieselbe Rechnung, nur in die andere Richtung.
Was Wise nicht kann
Ein SGD-Konto bei Wise deckt Zahlungen in Singapur-Dollar und Kartenzahlungen ab, ersetzt für Expats aber nicht jede Funktion eines singapurischen Bankkontos.
- Kein MEPS: Überweisungen über das System MEPS kann das SGD-Konto nicht empfangen
- Keine SDIC-Sicherung: das Guthaben ist getrennt verwahrt, aber nicht über die singapurische Einlagensicherung geschützt
- Kein GIRO für Rechnungen: Lastschriften für Strom und Telefon laufen über ein Konto bei einer Bank in Singapur
- Keine Kredithistorie und kein Bargeld: für Kreditkarten und Bareinzahlungen brauchst du eine Bank
Das SGD-Konto für den Start, die Bank für später
Für die Zeit bis zum Pass und für alles zwischen Euro und Singapur-Dollar bleibt Wise das günstigere Konto, auch wenn DBS dazukommt.
- Kaution und Miete: per FAST zahlen, bevor das Bankkonto steht
- Kunden in Singapur: Rechnungen in SGD ohne Pass
- Später kombinieren: SGD per FAST auf das DBS-Konto schieben
- Geld nach Hause schicken: SGD zum Mittelkurs zurück in Euro
Geld aus Deutschland nach Singapur überweisen
Eine Überweisung von deiner deutschen Bank nach Singapur läuft über SWIFT, mit festem Entgelt, einem Kursaufschlag von meist 2 bis 4 % und eventuell Gebühren von Zwischenbanken. Günstiger ist es, Euro per SEPA zu Wise zu schicken, zum Mittelkurs in Singapur-Dollar zu tauschen und auf dein SGD-Konto oder ein singapurisches Bankkonto weiterzuleiten.
Was deine Hausbank berechnet
Deutsche Banken bepreisen Zahlungen nach Singapur wie jede Überweisung außerhalb des SEPA-Raums. Welche Entgelte die großen Häuser verlangen, vergleicht unser Ratgeber zu den Kosten einer Auslandsüberweisung bei deutschen Banken. Dazu kommt der Kurs, den die Bank selbst festlegt und der meist mehrere Prozent unter dem Mittelkurs liegt.
Wählt deine Bank die Spesenoption SHA, können Zwischenbanken auf dem Weg nach Singapur ihre Gebühren vom Betrag abziehen. Durch die Zeitverschiebung von sechs bis sieben Stunden erreicht eine Zahlung, die du in Deutschland nachmittags freigibst, Singapur oft erst nach Geschäftsschluss. Für Umzüge mit fünfstelligen Beträgen erklärt unser Ratgeber zu großen Geldbeträgen die Limits und Meldepflichten in Deutschland.
Kosten vergleichen, bevor du sendest
Wie viele Singapur-Dollar am Ende ankommen, hängt vom Anbieter und vom Tag ab. Gib den Betrag in Euro im Rechner ein und vergleiche die Endbeträge, bevor du die Überweisung freigibst. Alle Wege von Deutschland nach Singapur findest du auch auf unserer Seite Geld von Deutschland nach Singapur senden.
Auch der umgekehrte Weg kostet. Wer als Expat jeden Monat einen Teil des Gehalts nach Deutschland schickt, etwa für Rentenversicherung, Kredit oder Familie, zahlt bei der singapurischen Bank wieder einen Kursaufschlag plus Gebühr für die Auslandsüberweisung. Bei 2.000 Singapur-Dollar im Monat und 3 % Aufschlag sind das rund 720 Singapur-Dollar im Jahr, die du mit einem Tausch zum Mittelkurs weitgehend sparst.
Tipp: Tausche große Beträge nicht auf einmal. Wer Kaution und erste Miete vor dem Umzug tauscht und den Rest nach der Ankunft, verteilt das Kursrisiko und hat trotzdem alles beisammen, was der Vermieter am ersten Tag sehen will.
Wie lange dauert es, ein Konto in Singapur zu eröffnen?
Mit Singpass gibt DBS eine sofortige Freigabe an, ohne Singpass dauert die Prüfung drei bis fünf Werktage, und die Debitkarte kommt drei bis fünf Werktage nach der Freigabe. Wer mit IPA vor der Einreise eröffnet, hat das singapurische Bankkonto also oft schon bei der Ankunft. Ein SGD-Konto bei Wise ist nach der Prüfung per App meist innerhalb von Minuten bis wenigen Tagen nutzbar.
Zeitplan nach Weg
Weg | Dauer | Voraussetzung |
|---|---|---|
Wise SGD-Konto | Minuten bis wenige Tage | Ausweis, Wohnsitz in Deutschland |
DBS mit Singpass | sofortige Freigabe, Karte nach 3 bis 5 Werktagen | Pass für Singapur, Singpass |
DBS ohne Singpass | 3 bis 5 Werktage, dann Karte | IPA oder Pass, Adressnachweis |
Wie lange eine Überweisung aus Deutschland danach unterwegs ist, hängt vom Weg ab. Details stehen in unserem Ratgeber zur Dauer internationaler Überweisungen.
Was die Eröffnung verzögert
Die häufigste Verzögerung ist nicht die Bank, sondern der Pass. Bis der Arbeitgeber den Antrag eingereicht und MOM die IPA ausgestellt hat, vergehen oft Wochen, und ohne IPA nimmt DBS den Antrag nicht an. Auch ein Name, der im Reisepass anders geschrieben ist als im Arbeitsvertrag, führt zu Rückfragen, genauso wie ein Adressnachweis, der nicht zum Namen im Pass passt.
Ein realistischer Zeitplan für Expats sieht so aus: Mit der Jobzusage eröffnest du das SGD-Konto bei Wise und bereitest die Kaution vor. Sobald die IPA da ist, stellst du den Antrag bei DBS über die App, und nach drei bis fünf Werktagen ist das Konto freigegeben. Die Karte kommt dann oft schon an deine Adresse im Ausland oder kurz nach der Ankunft, und du kannst vom ersten Arbeitstag an mit beiden Konten arbeiten.
Wer in dieser Zeit schon Kaution, Makler oder Umzugsfirma in Singapur-Dollar bezahlen muss, sollte das nicht vom Bankkonto abhängig machen. In anderen Ländern ist der Engpass ein anderer: In den USA ist es die Steuernummer, wie unser Ratgeber zum Konto in den USA zeigt, in England der Adressnachweis, mehr dazu beim Konto in England.
Einlagensicherung und Geld nach Hause: was du wissen solltest
Guthaben bei singapurischen Banken sind über die Singapore Deposit Insurance Corporation bis 100.000 Singapur-Dollar pro Kunde und Bank abgesichert. Wise ist keine Bank und fällt nicht darunter, sondern verwahrt Kundengeld getrennt vom eigenen Vermögen. Für Gehalt und laufende Ausgaben spielt das kaum eine Rolle, für größere Ersparnisse in Singapur-Dollar solltest du es wissen.
Wer Gehalt aus Singapur regelmäßig nach Deutschland schickt, tauscht am günstigsten zum Mittelkurs und überweist per SEPA weiter. Wie das Empfangen einer Auslandsüberweisung auf ein deutsches Konto im Detail funktioniert, steht in unserem Ratgeber zur Auslandsüberweisung auf ein deutsches Konto.
Fazit: So klappt das Konto in Singapur
Ein Konto in Singapur eröffnen ist für Expats mit Employment Pass oder IPA schnell erledigt, sogar vor der Einreise und bei DBS ohne Monatsgebühr und ohne Mindestguthaben. Ohne Pass gibt es dagegen praktisch keinen Weg zu einem normalen Privatkonto, und das betrifft Gründer, Freelancer und Touristen.
Für Expats ist die Lösung deshalb fast immer eine Kombination aus beiden Welten. Die Bank vor Ort übernimmt Gehalt, Lastschriften und Einlagensicherung, ein Multiwährungskonto den Weg zwischen Euro und Singapur-Dollar.
Das Setup, das funktioniert: Mit der Jobzusage ein SGD-Konto bei Wise eröffnen, Euro zum Mittelkurs tauschen und Kaution und erste Zahlungen per FAST erledigen. Mit der IPA kommt das Konto bei DBS dazu, für Gehalt, GIRO und Einlagensicherung, und Wise bleibt für alles, was zwischen Euro und Singapur-Dollar wechselt.
Häufige Fragen zum Konto in Singapur
Kann ich als Deutscher ein Konto in Singapur eröffnen?
Ja, wenn du einen gültigen Pass für Singapur hast, etwa Employment Pass, S Pass, Student Pass, Dependant Pass oder Long Term Visit Pass. DBS akzeptiert auch die In-Principle Approval, sodass Expats das Konto schon vor der Einreise eröffnen können. Ohne einen dieser Nachweise nennt DBS keinen Weg zum normalen Privatkonto. SGD-Kontodaten bekommst du ohne Pass über Wise.
Kann ich ein Bankkonto in Singapur eröffnen, ohne dort zu wohnen?
Bei den großen Banken nur mit einem Pass für Arbeit oder Studium oder mit der In-Principle Approval. Als Adresse akzeptiert DBS anfangs auch eine Adresse im Ausland, die du nach dem Umzug aktualisierst. Wer ohne Pass ein Bankkonto in Singapur eröffnen will, etwa als Tourist oder Freelancer, hat bei den Privatkonten kaum Chancen. Ein SGD-Konto bei Wise mit FAST und PayNow ist die praktische Alternative.
Was kostet ein Bankkonto in Singapur?
DBS My Account kostet keine Monatsgebühr und verlangt weder Ersteinzahlung noch Mindestguthaben. Viele andere Konten in Singapur arbeiten mit einem Mindestguthaben und einer Fall-below-Gebühr. Teurer ist für Deutsche meist der Umtausch von Euro in Singapur-Dollar mit rund 3 % Aufschlag. Bei 5.000 Euro sind das rund 184 SGD mehr als über Wise.
Welche Unterlagen brauche ich für ein Konto in Singapur?
Du brauchst einen Reisepass, einen gültigen Pass oder die In-Principle Approval, einen Adressnachweis und Angaben zu deiner Steueransässigkeit. Als Adressnachweis nennt DBS etwa eine Bestätigung des Arbeitgebers, den Stempelsteuerbeleg des Mietvertrags oder eine Rechnung in Singapur. Anfangs reicht laut DBS auch eine Adresse im Ausland. Studierende können eine Bestätigung ihrer Hochschule vorlegen.
Brauche ich einen Employment Pass für ein Konto in Singapur?
Für ein normales Privatkonto bei DBS brauchst du einen Pass, aber nicht zwingend den Employment Pass. Auch S Pass, Student Pass, Dependant Pass und Long Term Visit Pass werden akzeptiert, ebenso die In-Principle Approval vor der Einreise. Der Employment Pass selbst setzt ein Monatsgehalt von mindestens 5.600 Singapur-Dollar voraus. Ohne Pass bleibt für Singapur-Dollar nur ein Anbieter wie Wise.
Wie lange dauert es, ein Konto in Singapur zu eröffnen?
Mit Singpass gibt DBS eine sofortige Freigabe an, ohne Singpass dauert es drei bis fünf Werktage. Die Debitkarte kommt drei bis fünf Werktage nach der Freigabe. Die längste Wartezeit entsteht meist vorher, bis der Arbeitgeber die In-Principle Approval erhalten hat. Ein SGD-Konto bei Wise ist nach der Prüfung per App meist sofort nutzbar.
Was ist PayNow und funktioniert es mit Wise?
PayNow ist der Sofortzahlungsdienst Singapurs, mit dem du Geld über Handynummer oder Ausweisnummer schickst, ohne Kontonummer. Im Alltag läuft vieles darüber, vom geteilten Abendessen bis zur Kaution. Das SGD-Konto bei Wise kann PayNow-Zahlungen und FAST-Überweisungen empfangen. Für ein singapurisches Bankkonto mit allen Funktionen brauchst du trotzdem eine Bank vor Ort.
Ist ein SGD-Konto bei Wise ein singapurisches Bankkonto?
Im Alltag verhält es sich für Zahlungen in Singapur-Dollar wie eines, rechtlich ist es keines. Du bekommst lokale Kontodaten für FAST und PayNow. MEPS-Überweisungen, GIRO-Lastschriften, Bargeldeinzahlungen und die Einlagensicherung über die SDIC gibt es damit nicht. Für die Zeit bis zum Pass und für Zahlungen zwischen Euro und Singapur-Dollar ist es trotzdem die günstigere Lösung.
Wie schicke ich Geld günstig von Deutschland nach Singapur?
Am teuersten ist meist die SWIFT-Überweisung der Hausbank, mit festem Entgelt, Kursaufschlag und möglichen Abzügen durch Zwischenbanken. Günstiger ist es, Euro per SEPA zu Wise zu schicken, zum Mittelkurs mit rund 0,45 % Gebühr in Singapur-Dollar zu tauschen und per FAST weiterzuleiten. Bei 5.000 Euro liegt der Unterschied zu 3 % Aufschlag bei rund 184 SGD. Vergleiche immer den Endbetrag, nicht die Gebühr.
Quellen
- DBS, New to Singapore: Online account opening for foreigners
- DBS, Documents required for account opening
- DBS, My Account
- Ministry of Manpower, Employment Pass
- Singapore Deposit Insurance Corporation
- Wise, Welche Zahlungen kann ich in welcher Währung empfangen?
- Wise, Gebühren für den Geldempfang
- Wise, Kartengebühren
- Wise, Regulierung nach Land und Region

Mohammad Humaid
Bestätigter AutorMo is the founder of MoneyTransferStore. As an expat who has experienced the challenges of sending money across borders himself, he set out to help others like him avoid hidden fees and unfair exchange rates on international transfers. With a background spanning fintech, payments, and Web3, Mo brings years of practical experience to building a platform focused on transparency and trust.


