Konto in den USA eröffnen (2026)

Mohammad Humaid12. Oktober 202616 Min. LesezeitAffiliate-HinweisÜber Affiliate-Links auf dieser Seite erhalten wir möglicherweise eine Provision. Das hat keinen Einfluss auf die Meinungen und Bewertungen unserer Redaktion.

Ein Konto in den USA eröffnen klingt nach einem Formular und einem Termin. In der Praxis scheitern Deutsche fast immer an derselben Stelle: Die Bank will eine Social Security Number und eine amerikanische Adresse, bevor sie überhaupt ein Konto anlegt.

Wer für ein Auslandssemester, einen Job oder eine Auswanderung ein US-Konto eröffnen will, braucht das Geld aber oft schon vorher. Miete, Kaution, Gehalt und Rechnungen laufen in Dollar und meist per ACH, dem US-Inlandsverfahren.

Dieser Ratgeber zeigt, was ein amerikanisches Bankkonto bei Chase und Wells Fargo wirklich kostet, welche Unterlagen du brauchst und wie lange die Eröffnung dauert. Und er zeigt den Weg, wie du ein Bankkonto in den USA eröffnen kannst, das in Minuten funktioniert, auch ohne SSN.

Kannst du als Deutscher ein Konto in den USA eröffnen?

Ja, ein Konto in den USA eröffnen kannst du als Deutscher grundsätzlich, aber die großen Banken machen es Ausländern schwer. Online klappt es praktisch nur mit Social Security Number und US-Adresse. Ohne beides bleibt dir ein Termin in einer Filiale mit Reisepass, zweitem Ausweis und Visum, oder ein USD-Konto mit echten US-Kontodaten über einen Anbieter wie Wise.

Was US-Banken von Ausländern verlangen

US-Banken müssen nach dem Patriot Act jeden Kunden identifizieren und seine Steuernummer erfassen. Für Amerikaner ist das die Social Security Number, kurz SSN. Wer keine hat, kann eine ITIN vorlegen, eine Steuernummer, die das IRS für Ausländer ohne SSN vergibt. Fehlt beides, nehmen manche Banken stattdessen den Reisepass und ein Formular für ausländische Kunden an, aber nur in der Filiale und nach Ermessen des Mitarbeiters.

Wells Fargo schreibt es auf der Seite zum Everyday Checking offen hin: Für die Kontoeröffnung brauchst du eine Social Security Number, einen gültigen Ausweis und eine aktuelle Wohnadresse. Ähnlich verhalten sich Chase und Bank of America im Online-Antrag. Ein amerikanisches Bankkonto komplett aus Deutschland zu eröffnen, ist bei den Großbanken für Nicht-Residenten deshalb so gut wie ausgeschlossen.

Ohne SSN: das Henne-Ei-Problem

Eine SSN bekommt nur, wer in den USA arbeiten darf, also etwa mit H-1B-, L-1- oder J-1-Visum. Studierende mit F-1-Visum erhalten sie meist erst, wenn sie einen Job auf dem Campus haben. Die Alternative ITIN beantragst du beim IRS mit dem Formular W-7, und zwar zusammen mit einer Steuererklärung.

Das IRS nennt dafür eine Bearbeitungszeit von rund sieben Wochen, in der Steuersaison und bei Anträgen aus dem Ausland neun bis elf Wochen. Wer erst eine ITIN braucht, um dann ein US-Konto zu eröffnen, wartet also schnell drei Monate, während Miete und Kaution schon fällig sind. Genau dieses Loch ist der Grund, warum viele Deutsche ein US-Bankkonto ohne SSN zuerst über Wise lösen.

Brauchst du überhaupt ein amerikanisches Bankkonto?

Für eine Rundreise oder zwei Wochen New York brauchst du kein Konto in den USA. Eine Karte ohne Auslandseinsatzentgelt reicht, und unser Ratgeber zum kontaktlosen Bezahlen im Ausland zeigt, worauf du dabei achten musst. Anders sieht es aus, sobald Geld in den USA ankommen oder regelmäßig abgehen soll.

  • Gehalt von einem US-Arbeitgeber: Payroll läuft fast immer per ACH auf ein US-Konto
  • Miete und Kaution: Vermieter wollen ACH, Scheck oder Zelle, keine Auslandsüberweisung
  • Einnahmen von US-Plattformen: Amazon, Etsy, Stripe oder US-Kunden zahlen per ACH günstiger aus
  • Studium und Praktikum: Studiengebühren, Versicherung und Wohnheim in Dollar

In all diesen Fällen geht es um eine US-Kontonummer mit Routing Number, nicht zwingend um eine Filialbank. Was sich hinter diesen Angaben verbirgt und wie sie sich von IBAN und BIC unterscheiden, erklärt unser Überblick zu den Bankdaten für eine Überweisung.

Was ein Konto in den USA kostet: Gebühren der großen Banken

Ein Girokonto in den USA kostet bei Chase und Wells Fargo jeweils 15 USD im Monat, also 180 USD im Jahr. Erlassen wird die Gebühr nur, wenn du jeden Monat mindestens 500 USD per Lastschrift oder Gehalt einzahlst oder 1.500 USD Guthaben hältst. Neu angekommene Ausländer erfüllen diese Bedingungen in den ersten Monaten oft nicht.

Monatsgebühren und wie man sie umgeht

Die Checking Accounts der US-Großbanken sind nicht kostenlos, sondern bedingt kostenlos. Das Modell ist dasselbe wie bei vielen deutschen Filialbanken: Eine Monatsgebühr fällt an, außer du erfüllst eine Bedingung. Die Schwellen sind allerdings höher, als viele erwarten.

Bank und Konto

Monatsgebühr

Entfällt bei

Chase Total Checking

15 USD

500 USD elektronische Eingänge, 1.500 USD Tagesguthaben oder 5.000 USD Durchschnittsguthaben

Wells Fargo Everyday Checking

15 USD

500 USD elektronische Eingänge, 1.500 USD Mindestguthaben oder Alter 17 bis 24

Wise USD-Konto

0 USD

keine Bedingung

Was das in Geld bedeutet: Wer im ersten Halbjahr noch kein US-Gehalt bezieht und weniger als 1.500 USD auf dem Konto hat, zahlt bei beiden Banken 90 USD nur dafür, dass das Konto existiert. Bei einem Studierenden mit 1.000 USD Budget im Monat ist das fast ein Zehntel einer Monatsmiete im Jahr.

Was die Monatsgebühr nicht abdeckt

Neben der Kontoführung kosten bei US-Banken viele Einzelleistungen extra. Wells Fargo berechnet für eine Abhebung an einem fremden Automaten in den USA 3 USD und im Ausland 5 USD, jeweils zuzüglich der Gebühr des Automatenbetreibers. Wer im Urlaub in Europa mit der US-Karte Bargeld zieht, zahlt also doppelt.

Dazu kommen Gebühren für Papierschecks, für eingehende und ausgehende Wire Transfers und für Überziehungen. Diese Posten stehen in den Preisverzeichnissen der Banken, werden im Antragsprozess aber kaum erwähnt. Gerade Wires sind für Deutsche relevant, denn eine klassische Überweisung aus Deutschland kommt in den USA als Wire an.

traditional banks

Die Gebühr, die keine Bank ausweist: der Wechselkurs

Der größte Kostenblock taucht in keiner Gebührentabelle auf. Wenn du Euro von deiner deutschen Bank auf ein amerikanisches Bankkonto schickst, rechnet eine der beiden Banken in Dollar um, und zwar mit einem eigenen Kurs. Banken schlagen auf den Mittelkurs typischerweise 2 bis 4 % auf, ohne diesen Aufschlag als Gebühr auszuweisen.

Ein Rechenbeispiel mit dem Mittelkurs von Anfang Oktober 2026, 1 Euro gleich 1,1246 USD: 5.000 Euro sind am Mittelkurs 5.623 USD wert. Mit 3 % Aufschlag kommen nur rund 5.454 USD an. Über Wise kommen nach einer Gebühr von 23,39 Euro rund 5.597 USD an. Der Unterschied liegt bei etwa 143 USD, für eine einzige Überweisung.

Wer zweimal im Jahr Studiengebühren oder eine Kaution überweist, verliert so schnell mehr als die Kontoführung eines ganzen Jahres. Wie du den echten Kurs erkennst, erklärt unser Ratgeber zum besten Wechselkurs bei internationalen Überweisungen.

Welche Unterlagen brauchst du für ein US-Konto?

Für ein Konto in den USA brauchst du einen gültigen Reisepass, einen zweiten Ausweis, eine US-Wohnadresse und eine Steuernummer, also SSN oder ITIN. Dazu kommen die Visumsunterlagen, bei Studierenden das Formular I-20 oder DS-2019. Ohne Adresse und Steuernummer lehnen die meisten Banken online ab, in der Filiale entscheidet der Mitarbeiter.

Die Grundausstattung für jede Bank

Die Liste ist bei allen Großbanken ähnlich, unterscheidet sich aber im Detail. Plane mit den folgenden Dokumenten und bring im Zweifel lieber eines zu viel in die Filiale mit.

  • Reisepass: der wichtigste Ausweis, der Personalausweis reicht in den USA nicht
  • Zweiter Ausweis: etwa Führerschein, Studentenausweis oder eine Kreditkarte mit Namen
  • US-Adresse: Mietvertrag, Strom- oder Internetrechnung, bei Studierenden die Wohnheimbestätigung
  • SSN oder ITIN: ohne Steuernummer bleibt nur das Formular W-8BEN und das Ermessen der Bank
  • Visum und Einreisedokumente: I-94, bei Studierenden I-20 oder DS-2019
  • Erste Einzahlung: bei manchen Konten ist eine Mindesteinzahlung nötig

Mit Visum: Studium, Praktikum und Job

Mit einem Studentenvisum oder einem Arbeitsvisum ist die Lage deutlich besser. Universitäten haben oft Kooperationen mit einer Bank auf dem Campus, die Konten für internationale Studierende auch ohne SSN eröffnet, sofern I-20 oder DS-2019 vorliegen. Arbeitgeber helfen bei der SSN, die nach der Einreise meist innerhalb weniger Wochen per Post kommt.

Das Problem ist das Timing: Das erste Gehalt, die Kaution und oft schon die Miete für den ersten Monat werden fällig, bevor alle Dokumente da sind. Hier lohnt es sich, schon vor dem Flug ein USD-Konto mit eigenen Kontodaten zu haben, auf das der Arbeitgeber die erste Gehaltszahlung schicken kann.

Als Tourist mit ESTA

Wer mit ESTA im Rahmen des Visa Waiver Program einreist, hat realistisch kaum Chancen auf ein Girokonto in den USA. Ohne Wohnadresse, ohne Steuernummer und ohne Visum fehlt fast alles, was eine Bank für die Kontoeröffnung prüfen muss. Einzelne Filialen machen Ausnahmen, verlassen solltest du dich darauf nicht.

Für Touristen ist ein eigenes Konto aber auch selten nötig. Wer Dollar ausgeben will, kommt mit einer guten Karte aus, und wer Dollar empfangen will, etwa als Freelancer von einem US-Kunden, braucht vor allem US-Kontodaten. Die bekommst du ohne Einreise.

So eröffnest du ein Konto in den USA, Schritt für Schritt

Ein Bankkonto in den USA eröffnen kannst du als Ausländer bei einer Großbank in der Regel nur persönlich: Termin vereinbaren, mit Reisepass, zweitem Ausweis, Adresse und SSN oder ITIN in die Filiale gehen, Erstzahlung leisten und die Karte per Post erhalten. Online von Deutschland aus geht das nur über Anbieter wie Wise, die USD-Kontodaten ohne SSN ausstellen.

Der Weg über die Filiale

Wer ein US-Konto eröffnen will, sollte den Termin nicht dem Zufall überlassen. Ruf vorher in der Filiale an und frag, ob sie Konten für Nicht-Residenten ohne SSN eröffnet und welche Dokumente sie dafür sehen will. Die Antworten unterscheiden sich von Filiale zu Filiale, auch innerhalb derselben Bank.

  1. Termin in einer Filiale buchen, bei Chase oder Wells Fargo geht das online
  2. Reisepass, zweiten Ausweis, Adressnachweis, Visum und SSN oder ITIN mitbringen
  3. Konto auswählen und die Bedingungen für den Erlass der Monatsgebühr klären
  4. Erste Einzahlung leisten, meist bar oder per Überweisung
  5. Debitkarte und gegebenenfalls Schecks kommen per Post an die US-Adresse

Am Ende hast du ein vollwertiges Konto mit FDIC-Einlagensicherung bis 250.000 USD pro Kunde und Bank. Das ist der richtige Weg für alle, die länger bleiben, in den USA eine Kredithistorie aufbauen wollen oder Zelle und Schecks brauchen. Die Wartezeit davor ist das Problem, nicht das Konto selbst.

Welche US-Bank für Deutsche in Frage kommt

Chase ist die größte Bank des Landes und wirbt mit mehr als 14.000 Geldautomaten und 5.000 Filialen. Wells Fargo und Bank of America sind ähnlich breit aufgestellt. Für Deutsche ist das Filialnetz wichtiger als jedes Produktdetail, denn die Eröffnung ohne SSN entscheidet sich am Schalter, und eine Filiale in der Nähe von Uni oder Arbeitsplatz spart Wege.

Studierende sollten zuerst bei der eigenen Universität nachfragen. Viele Hochschulen haben eine Partnerbank auf dem Campus, die das Verfahren für internationale Studierende kennt und I-20 oder DS-2019 als Nachweis akzeptiert. Kleinere Regionalbanken und Credit Unions sind manchmal flexibler, verlangen aber eine Mitgliedschaft, die an Wohnort oder Arbeitgeber gebunden ist. Bei allen gilt: Ein Bankkonto in den USA eröffnen ist mit Visum und Adresse Routine, ohne beides Verhandlungssache.

US-Bankkonto online eröffnen: Was von Deutschland aus geht

Ein klassisches US-Bankkonto online eröffnen kannst du von Deutschland aus bei den Großbanken nicht, weil der Online-Antrag eine SSN und eine US-Adresse voraussetzt. Was online funktioniert, ist ein USD-Konto bei Wise mit eigener Routing Number und Kontonummer. Für Arbeitgeber und Plattformen sieht das aus wie ein US-Konto, denn ACH-Zahlungen landen direkt darauf.

Für viele Deutsche ist deshalb die Reihenfolge entscheidend: zuerst das USD-Konto online, damit Gehalt und Kaution ab Tag eins funktionieren, später das Konto bei einer US-Bank, sobald SSN und Adresse da sind. Wer den Umzug mit größeren Summen finanziert, findet in unserem Ratgeber zu großen Geldbeträgen die Limits und Meldepflichten.

Wise als US-Konto: USD-Kontodaten ab dem ersten Tag

Gebühren & Wechselkurse10,0
Transfergeschwindigkeit9,0
Sicherheit & Vertrauen10,0
Service & Qualität9,5

Wise gibt dir ein USD-Konto mit Routing Number und Kontonummer, über das du ACH-Zahlungen und Inlands-Wires in den USA empfangen kannst. Es kostet keine Monatsgebühr, braucht keine SSN und lässt sich in Deutschland eröffnen. Euro tauschst du zum Mittelkurs mit einer Gebühr von rund 0,47 % in Dollar, statt 2 bis 4 % an eine Bank zu verlieren.

Was du bekommst

Das Wise-Konto ist ein Multiwährungskonto: Du hältst Euro, Dollar und über 40 weitere Währungen nebeneinander. Für den Dollar bekommst du US-Kontodaten bei der Partnerbank von Wise in den USA. Darauf kann dein Arbeitgeber das Gehalt per ACH überweisen, und Plattformen wie Amazon oder Stripe zahlen dorthin aus.

  • Routing Number und Kontonummer: für ACH-Eingänge und Inlands-Wires in USD
  • Euro-Kontodaten: Geld aus Deutschland kommt per SEPA kostenlos herein
  • Debitkarte: in den USA in Dollar zahlen, mit Apple Pay und Google Pay
  • Wechsel zum Mittelkurs: die Gebühr steht vor jedem Umtausch in der App

Wise unterliegt in der EU als E-Geld-Institut der Aufsicht der belgischen Nationalbank, nicht der BaFin. Dein Guthaben ist nicht über eine Einlagensicherung geschützt, sondern wird getrennt vom Vermögen des Unternehmens verwahrt. Mehr zur Sicherheit und den Erfahrungen anderer Nutzer steht in unserem Wise-Test.

Wer bei Wise ein Dollarkonto eröffnen will, lädt die App, bestätigt seine Identität mit dem Reisepass und fügt im Konto die Währung USD hinzu. Danach erscheinen Routing Number, Kontonummer und Name der Partnerbank, die du direkt an Arbeitgeber, Vermieter oder Plattform weitergeben kannst.

Was es kostet

Die Gebühren sind überschaubar und stehen auf der deutschen Preisseite von Wise. Für ein Konto in den USA, das du vor allem zum Empfangen und Ausgeben nutzt, fallen viele Posten gar nicht an.

Leistung

Wise USD-Konto

US-Großbank

Kontoeröffnung und Kontodaten

kostenlos

kostenlos, aber mit SSN und Filialtermin

Monatsgebühr

0 USD

15 USD, erlassen nur unter Bedingungen

ACH-Eingang

kostenlos

kostenlos

Wire-Eingang

6,11 USD

je nach Bank, meist zweistellig

Euro in Dollar tauschen

rund 0,47 % Gebühr zum Mittelkurs

2 bis 4 % Aufschlag im Kurs

Karte

7 Euro einmalig

kostenlos, aber Gebühren im Ausland

Rechnet man ein Jahr mit 1.000 Euro Umtausch im Monat durch, zahlst du bei Wise rund 56 Euro an Umtauschgebühren. Bei einem Kursaufschlag von 3 % wären es 360 Euro, ohne Kontoführung und Wire-Gebühren.

Was Wise nicht kann

Ein Wise USD-Konto ersetzt nicht jede Funktion eines amerikanischen Bankkontos, und das solltest du vor dem Umzug wissen. Wer lange bleibt, braucht früher oder später zusätzlich eine US-Bank.

  • Keine Kredithistorie: Wise meldet nicht an die US-Auskunfteien, ein Credit Score entsteht nur über US-Kreditkarten und Kredite
  • Keine Schecks: Papierschecks kannst du bei Wise nicht einreichen
  • Kein Zelle: Zelle funktioniert nur mit teilnehmenden US-Banken
  • Keine Bargeldeinzahlung: Bargeld kannst du nicht auf das Konto einzahlen
  • Keine FDIC-Sicherung: das Guthaben wird getrennt verwahrt, aber nicht über eine Einlagensicherung geschützt

Geld aus Deutschland auf ein Konto in den USA überweisen

Eine Überweisung von deiner deutschen Bank auf ein US-Konto läuft als SWIFT-Zahlung, kostet eine Gebühr der Hausbank und meist einen Kursaufschlag von 2 bis 4 %, dazu kommen eventuell Gebühren von Korrespondenzbanken. Günstiger ist es, Euro per SEPA zu Wise zu schicken und zum Mittelkurs in Dollar zu tauschen.

Was deine Hausbank dafür berechnet

Deutsche Banken bepreisen Überweisungen außerhalb des SEPA-Raums mit einem festen Entgelt und rechnen die Euro mit ihrem eigenen Devisenkurs um. Wie hoch beides bei den großen Häusern ausfällt, vergleicht unser Ratgeber zu den Kosten einer Auslandsüberweisung bei deutschen Banken. Am Beispiel der Sparkasse zeigt sich, wie stark die Preise selbst innerhalb einer Bankengruppe schwanken, mehr dazu in unserer Analyse der Sparkasse-Auslandsüberweisung.

Hinzu kommt die Spesenregelung. Wählt deine Bank SHA, ziehen zwischengeschaltete Banken ihre Gebühren vom Betrag ab, und auf deinem Konto in den USA kommt weniger an als gedacht. Bei einem Wire auf ein Wise USD-Konto fallen zusätzlich 6,11 USD Empfangsgebühr an, beim Weg über SEPA dagegen nicht.

Auch die Dauer spricht gegen den klassischen Weg. Eine SWIFT-Zahlung läuft je nach Zahl der Korrespondenzbanken einen bis fünf Bankarbeitstage, und erst die US-Bank schreibt den Betrag gut. Wer am Monatsende die Miete in Dollar zahlen muss, plant bei der Hausbank also besser eine Woche Puffer ein. Wer dagegen schon ein Konto in den USA oder ein USD-Konto bei Wise hat, kann den Umtausch vorziehen und die Dollar bereithalten.

Wise Germany

Kosten vergleichen, bevor du sendest

Wie viel Dollar bei welchem Anbieter ankommen, hängt vom Betrag und vom Tag ab. Gib im Rechner ein, wie viel Euro du senden willst, und sieh die Endbeträge nebeneinander, bevor du die Überweisung freigibst. Alle Wege von Deutschland in die USA findest du auch auf unserer Seite Geld von Deutschland in die USA senden.

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Tipp für den Umzug: Schick nicht alles auf einmal. Wer Kaution und erste Miete aus Deutschland überweist, den Rest aber erst nach Ankunft tauscht, kann Kursschwankungen glätten und hat das Geld dort, wo es gebraucht wird.

Wie lange dauert es, ein Konto in den USA zu eröffnen?

Bei Wise stehen die USD-Kontodaten nach der Identitätsprüfung meist innerhalb von Minuten bis wenigen Tagen bereit. In einer US-Filiale dauert die Eröffnung selbst einen Termin, wenn SSN oder ITIN und Adresse vorliegen. Ohne SSN verlängert die ITIN den Weg auf sieben bis elf Wochen, bevor die Bank überhaupt prüfen kann.

Zeitplan nach Weg

Weg

Dauer

Voraussetzung

Wise USD-Konto

Minuten bis wenige Tage

Reisepass, Wohnsitz in Deutschland

US-Filiale mit SSN

ein Termin, Karte nach etwa einer Woche

SSN, US-Adresse, zweiter Ausweis

US-Filiale mit ITIN

7 bis 11 Wochen für die ITIN, dann ein Termin

Formular W-7 mit Steuererklärung

Die ITIN-Zeiten stammen vom IRS selbst. Wer im Winter oder aus dem Ausland beantragt, sollte mit dem oberen Ende rechnen und alles, was vorher in Dollar bezahlt werden muss, anders lösen. Wie lange die eigentliche Überweisung aus Deutschland unterwegs ist, erklärt unser Ratgeber zur Dauer einer internationalen Überweisung.

Was die Eröffnung verzögert

Die häufigsten Verzögerungen sind eine fehlende US-Adresse, ein Name, der im Reisepass anders geschrieben ist als im Mietvertrag, und eine noch nicht zugestellte SSN-Karte. Auch Banken, die Ausländer grundsätzlich annehmen, können den Antrag für eine zusätzliche Prüfung zurückhalten.

Ein weiterer Bremsklotz ist die Post. Debitkarte, PIN und bei manchen Banken auch die Zugangsdaten zum Online-Banking kommen getrennt per Brief, und zwar nur an die US-Adresse. Wer in den ersten Wochen im Hotel oder bei Freunden wohnt, wartet länger, als ihm lieb ist.

Plane deshalb mit Puffer. Wer in den ersten Wochen Gehalt, Kaution und Miete abwickeln muss, sollte diesen Zahlungsverkehr nicht vom Filialtermin abhängig machen, sondern schon vor der Abreise ein Konto mit US-Kontodaten haben.

Der Ablauf ist in anderen Ländern ähnlich, nur der Blocker heißt anders. In Großbritannien ist es die Adresse, wie unser Ratgeber zum Konto in England zeigt, in Australien die Identitätsprüfung in der Filiale, mehr dazu beim Konto in Australien. Nördlich der Grenze geht es leichter, wie unser Ratgeber zum Konto in Kanada zeigt.

Wise cards

Fazit: Das Setup, das für Deutsche in den USA funktioniert

Ein Konto in den USA eröffnen lohnt sich für alle, die dort leben, arbeiten oder studieren, und wer ein US-Konto eröffnen will, hat zwei Wege. Der klassische Weg über Chase oder Wells Fargo kostet 15 USD im Monat, wenn du die Bedingungen nicht erfüllst, und setzt SSN oder ITIN, US-Adresse und einen Filialtermin voraus. Für die ersten Wochen ist das meist zu spät. Wie es in anderen Ländern aussieht, zeigt unser Überblick Konto im Ausland eröffnen.

Das Setup, das in der Praxis funktioniert: Vor der Abreise ein USD-Konto bei Wise mit Routing Number und Kontonummer eröffnen, Euro zum Mittelkurs tauschen und Gehalt, Kaution und Miete darüber abwickeln. Sobald SSN und Adresse da sind, kommt ein Girokonto in den USA bei einer Großbank dazu, für Kredithistorie, Schecks und Zelle.

Häufige Fragen zum Konto in den USA

Kann ich als Deutscher ein Konto in den USA eröffnen?

Ja, aber bei den Großbanken in der Regel nur persönlich in einer Filiale und mit Steuernummer. Chase, Wells Fargo und Bank of America verlangen im Online-Antrag eine SSN und eine US-Adresse. Ohne SSN bleibt die ITIN, die das IRS mit dem Formular W-7 vergibt und die sieben bis elf Wochen dauern kann. Wer schneller ein US-Konto braucht, eröffnet online ein USD-Konto bei Wise mit eigener Routing Number und Kontonummer.

Kann ich ein US-Bankkonto ohne SSN eröffnen?

Bei US-Großbanken ist das nur ausnahmsweise möglich, etwa mit ITIN oder mit Reisepass und Formular W-8BEN in der Filiale. Ob die Bank das akzeptiert, entscheidet sie im Einzelfall. Ein US-Bankkonto ohne SSN im engeren Sinn ist das Wise USD-Konto: Es braucht keine SSN, keine US-Adresse und liefert trotzdem US-Kontodaten für ACH-Zahlungen. Für Kredithistorie und Schecks brauchst du später zusätzlich ein Konto bei einer US-Bank, und dann kannst du mit SSN auch ein Bankkonto in den USA eröffnen, das alle Funktionen hat.

Kann ich ein US-Bankkonto online von Deutschland aus eröffnen?

Bei den großen US-Banken nicht, weil der Online-Antrag eine SSN und eine US-Wohnadresse verlangt. Wells Fargo nennt beides ausdrücklich als Voraussetzung. Ein US-Bankkonto online eröffnen kannst du von Deutschland aus nur über einen Anbieter wie Wise, der USD-Kontodaten ausstellt. Die Identitätsprüfung läuft dort mit Reisepass und Selfie in der App.

Was kostet ein amerikanisches Bankkonto im Monat?

Bei Chase Total Checking und Wells Fargo Everyday Checking kostet ein amerikanisches Bankkonto jeweils 15 USD im Monat. Die Gebühr entfällt, wenn du monatlich mindestens 500 USD elektronisch einzahlst oder 1.500 USD Guthaben hältst, bei Wells Fargo auch für 17- bis 24-Jährige. Wer diese Bedingungen nicht erfüllt, zahlt 180 USD im Jahr. Wer bei Wise ein Dollarkonto eröffnen will, zahlt dagegen keine Monatsgebühr und kein Mindestguthaben.

Welche Unterlagen brauche ich, um ein Konto in den USA zu eröffnen?

Du brauchst einen gültigen Reisepass, einen zweiten Ausweis, eine US-Adresse und eine SSN oder ITIN. Dazu kommen die Einreisedokumente wie das I-94 und bei Studierenden das I-20 oder DS-2019. Manche Konten verlangen außerdem eine erste Einzahlung. Ohne US-Adresse und Steuernummer lehnen die meisten Banken ab, deshalb lohnt sich ein Konto mit US-Kontodaten schon vor der Abreise.

Wie schnell kann ich ein Bankkonto in den USA eröffnen?

Mit SSN und Adresse reicht ein Termin in der Filiale, die Karte kommt meist nach etwa einer Woche per Post. Ohne SSN musst du erst eine ITIN beantragen, wofür das IRS sieben Wochen und in der Steuersaison oder bei Anträgen aus dem Ausland neun bis elf Wochen nennt. Ein Wise USD-Konto ist nach der Identitätsprüfung meist innerhalb von Minuten bis wenigen Tagen nutzbar. Viele Deutsche überbrücken die Wartezeit genau damit.

Soll ich ein Dollarkonto in Deutschland oder ein Konto in den USA eröffnen?

Ein Dollarkonto eröffnen kannst du auch bei vielen deutschen Banken, es hat aber eine deutsche IBAN und keine US-Kontodaten. Zahlungen aus den USA kommen darauf als teure Auslandsüberweisung an, nicht als ACH. Ein Konto in den USA oder ein USD-Konto bei Wise mit Routing Number empfängt dagegen Inlandszahlungen. Für Gehalt, Miete und Plattform-Auszahlungen aus den USA ist deshalb eine US-Kontonummer der entscheidende Punkt.

Ist ein Wise USD-Konto ein echtes US-Bankkonto?

Nicht im rechtlichen Sinn, aber im praktischen. Wise ist ein E-Geld-Institut und stellt dir US-Kontodaten bei einer Partnerbank aus, über die ACH-Zahlungen und Inlands-Wires laufen. Schecks, Zelle, Bargeldeinzahlungen und eine US-Kredithistorie bekommst du damit nicht. Für die ersten Monate und für alle, die Dollar nur empfangen und ausgeben wollen, reicht es meist völlig aus.

Wie überweise ich Geld günstig von Deutschland auf mein US-Konto?

Am teuersten ist meist die SWIFT-Überweisung von der deutschen Hausbank, weil sie einen Kursaufschlag von 2 bis 4 % und feste Entgelte kostet. Günstiger ist es, Euro per SEPA zu Wise zu schicken, zum Mittelkurs mit rund 0,47 % Gebühr in Dollar zu tauschen und per ACH auf das US-Konto weiterzuleiten. Bei 5.000 Euro liegt der Unterschied zu einem Aufschlag von 3 % bei rund 143 USD. Vergleiche vor jeder größeren Überweisung den Endbetrag, nicht die Gebühr.

Quellen

Verfasst vonMohammad HumaidFounder and Editor

Mo is the founder of MoneyTransferStore. As an expat who has experienced the challenges of sending money across borders himself, he set out to help others like him avoid hidden fees and unfair exchange rates on international transfers. With a background spanning fintech, payments, and Web3, Mo brings years of practical experience to building a platform focused on transparency and trust.

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