Wie funktioniert eine internationale Überweisung? Vollständiger Leitfaden

Updated: Apr 28, 2026

Wenn du heute Geld ins Ausland schickst, passiert im Hintergrund weit mehr als die meisten Menschen ahnen. Deine Bank leitet die Zahlung nicht einfach direkt an die Empfängerbank weiter. Die Transaktion durchläuft ein komplexes Netzwerk aus Finanzsystemen, Korrespondenzbanken und internationalen Verrechnungsstellen. Das kostet Zeit - und kostet oft auch Geld, mehr als du erwartest.

Für internationale Überweisungen gibt es zwei grundlegend verschiedene Wege: SEPA für Zahlungen innerhalb Europas und SWIFT für den Rest der Welt. Beide Systeme funktionieren nach unterschiedlichen Prinzipien, haben unterschiedliche Kosten und unterschiedliche Laufzeiten. Wer versteht, wie eine internationale Überweisung Schritt für Schritt abläuft, trifft bessere Entscheidungen und zahlt am Ende deutlich weniger.

Dieser vollständige Leitfaden erklärt den genauen Ablauf einer internationalen Überweisung, was SEPA und SWIFT bedeuten, warum Banken für Auslandsüberweisungen so hohe Gebühren verlangen und wie spezialisierte Geldtransfer-Anbieter wie Wise, Remitly und Xe denselben Auftrag für einen Bruchteil der Kosten erledigen.

Was ist eine internationale Überweisung?

Eine internationale Überweisung - auch Auslandsüberweisung genannt - ist eine Zahlung, bei der Geld von einem Bankkonto in einem Land auf ein Konto in einem anderen Land transferiert wird. Im Gegensatz zu einer inländischen Überweisung innerhalb Deutschlands sind dabei häufig unterschiedliche Währungen, verschiedene Bankensysteme und manchmal mehrere Zwischenstationen beteiligt.

In der Praxis unterscheidet man zwei Haupttypen: SEPA-Überweisungen, die innerhalb der 36 SEPA-Mitgliedsstaaten in Euro stattfinden, und SWIFT-Überweisungen, die für Zahlungen in alle anderen Länder oder in Fremdwährungen genutzt werden. Beide funktionieren grundlegend anders - mit spürbaren Unterschieden bei Kosten, Geschwindigkeit und Transparenz.

Wichtig zu verstehen: Eine internationale Überweisung bewegt Geld nicht buchstäblich von einer Bank zur anderen. Stattdessen handelt es sich um eine Kette von Buchungen und Verrechnungen zwischen Banken. Dieses Prinzip erklärt, warum internationale Überweisungen komplexer und teurer sind als einfache Inlandsüberweisungen - und warum es bessere Alternativen zur klassischen Banküberweisung gibt.

Der Ablauf: So funktioniert eine internationale Überweisung Schritt für Schritt

Egal ob du Geld nach Indien, in die USA oder nach Australien schickst - eine internationale Überweisung durchläuft immer dieselben grundlegenden Schritte. Das Verständnis dieses Ablaufs erklärt auch, warum Banken für Auslandsüberweisungen mehr verlangen als für inländische Zahlungen und warum manche Überweisungen mehrere Tage brauchen.

Schritt 1: Du erteilst den Überweisungsauftrag

Alles beginnt damit, dass du deiner Bank oder einem spezialisierten Anbieter einen Überweisungsauftrag erteilst - über Online-Banking, eine App oder am Schalter. Du gibst dabei an: den zu überweisenden Betrag, die IBAN und den BIC der Empfängerbank, den Namen des Empfängers, die Zielwährung sowie einen Verwendungszweck. Bei Überweisungen außerhalb des SEPA-Raums kann zusätzlich die vollständige Adresse des Empfängers verlangt werden.

Deine Bank prüft in diesem Schritt formale Voraussetzungen: Ist das Konto ausreichend gedeckt? Stimmen IBAN und BIC formal überein? Überschreitet die Transaktion regulatorische Meldegrenzen? Erst wenn alle Prüfungen positiv verlaufen, wird die Zahlung ins Überweisungssystem eingespeist. Bei spezialisierten Anbietern wie Wise oder Remitly läuft dieser Schritt in der Regel schneller ab als bei traditionellen Banken, da die Systeme stärker automatisiert sind.

Schritt 2: Deine Bank leitet die Zahlung weiter

Je nachdem, ob es sich um eine SEPA- oder eine SWIFT-Überweisung handelt, läuft die Weiterleitung unterschiedlich ab. Bei einer SEPA-Zahlung geht der Auftrag direkt an das europäische Clearing-System, das die Zahlung innerhalb eines Geschäftstages - bei SEPA Instant sogar innerhalb von Sekunden - zur Empfängerbank überträgt.

Bei einer SWIFT-Überweisung ist der Weg oft länger. Deine Bank nutzt ihre Verbindungen im SWIFT-Netzwerk, um die Zahlungsnachricht weiterzuleiten. Hat deine Bank keine direkte Verbindung zur Empfängerbank, was bei kleineren oder weniger bekannten Ländern häufig der Fall ist, kommt eine sogenannte Korrespondenzbank ins Spiel. Diese fungiert als Mittler und stellt die Verbindung her. In manchen Transaktionen sind zwei oder sogar drei Korrespondenzbanken hintereinandergeschaltet.

Schritt 3: Clearing und Verrechnung

Beim Clearing werden die Forderungen und Verbindlichkeiten der beteiligten Banken gegeneinander aufgerechnet. Im SEPA-Raum erledigt das der EBA Clearing oder die Bundesbank. Im SWIFT-Netz übernimmt diese Rolle in der Regel die Korrespondenzbank, die sicherstellt, dass der korrekte Betrag in der richtigen Währung weitergeleitet wird.

Jede Korrespondenzbank auf dem Weg kann dabei eigene Gebühren abziehen. Das ist einer der Hauptgründe, warum internationale Überweisungen außerhalb Europas teurer werden als erwartet: Du hast als Absender keinen vollständigen Überblick darüber, wie viele Zwischenstationen genutzt werden und welche Gebühren sie erheben. Genau hier liegt der strukturelle Kostenvorteil von Anbietern wie Wise, die eigene lokale Bankkonten in Zielländern halten und SWIFT für viele Korridore vollständig umgehen.

Schritt 4: Gutschrift beim Empfänger

Am Ende leitet die Empfängerbank den eingegangenen Betrag auf das Konto des Empfängers weiter. Bei SEPA-Überweisungen geschieht das typischerweise am selben oder nächsten Werktag. SWIFT-Überweisungen über traditionelle Banken brauchen in der Regel 1 bis 5 Werktage, abhängig von Zielland, Währung, der Anzahl der beteiligten Banken und lokalen Feiertagen.

Wichtig: Der Empfänger erhält nicht immer den vollen Betrag. Wenn du als Auftraggeber die Option 'SHA' (Shared Costs) gewählt hast, werden die Korrespondenzbankengebühren aufgeteilt: Ein Teil wird beim Empfänger abgezogen. Nur bei der Option 'OUR' trägst du als Absender alle anfallenden Gebühren vollständig selbst. Spezialisierte Anbieter arbeiten anders: Sie zeigen dir vorab genau an, was beim Empfänger ankommt.

SEPA und SWIFT: Die zwei wichtigsten Überweisungssysteme erklärt

Ob deine Auslandsüberweisung schnell oder langsam, günstig oder teuer abläuft, hängt maßgeblich davon ab, welches System genutzt wird. SEPA und SWIFT sind die beiden dominierenden Infrastrukturen für internationale Überweisungen - und sie unterscheiden sich grundlegend in Aufbau, Reichweite und Kosten.

SEPA - günstig und schnell innerhalb Europas

SEPA (Single Euro Payments Area) ist der gemeinsame Zahlungsraum der europäischen Länder. Derzeit umfasst er 36 Mitgliedsstaaten, darunter alle EU-Länder sowie Island, Norwegen, Liechtenstein und die Schweiz. Innerhalb dieses Raums laufen Überweisungen in Euro nach einheitlichen Standards ab: schnell, günstig und transparent. Der Ablauf einer SEPA-Überweisung ist stark automatisiert und erfordert in der Regel keine manuellen Eingriffe.

Standardmäßige SEPA-Überweisungen kommen innerhalb von einem Werktag beim Empfänger an. Mit SEPA Instant Credit Transfer (SCT Inst) geht es noch schneller: Überweisungen werden innerhalb von 10 Sekunden rund um die Uhr ausgeführt, auch am Wochenende und an Feiertagen. Die Kosten sind minimal - die meisten deutschen Banken berechnen für SEPA-Überweisungen, die online erteilt werden, keine zusätzlichen Gebühren. Ein wichtiger Punkt: SEPA funktioniert nur für Überweisungen in Euro. Sobald eine andere Währung ins Spiel kommt, kommt SWIFT zum Einsatz.

SWIFT - das globale Netzwerk für Auslandsüberweisungen

Sobald Geld den SEPA-Raum verlässt oder in einer anderen Währung als Euro überwiesen werden soll, kommt SWIFT (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication) ins Spiel. SWIFT ist kein Überweisungssystem im eigentlichen Sinne, sondern ein globales Kommunikationsnetzwerk, das Banken in über 200 Ländern miteinander verbindet und standardisierte Finanznachrichten austauscht.

Das SWIFT-Netz verbindet rund 11.000 Finanzinstitute weltweit und ist damit die Grundlage nahezu aller Überweisungen außerhalb Europas. Die eigentliche Transaktion, also die Bewegung von Geld, findet jedoch nicht im SWIFT-Netz statt, sondern über die Konten der beteiligten Banken. SWIFT übermittelt lediglich die Nachricht: Wer wie viel wohin überweist. Für diese Nachrichtenübermittlung und die dazugehörige Infrastruktur erheben Banken spürbare Gebühren.

Korrespondenzbanken: Warum SWIFT-Überweisungen teuer werden können

Das Herzstück des SWIFT-Kostenproblems liegt in den Korrespondenzbanken. Wenn deine Bank in Deutschland keine direkte Bankverbindung zur Empfängerbank in Brasilien, Thailand oder Kenia hat, muss sie auf eine Korrespondenzbank zurückgreifen: eine dritte Bank, die Beziehungen zu beiden Seiten hat und als Mittler fungiert. In manchen Fällen sind sogar zwei oder drei Korrespondenzbanken hintereinandergeschaltet.

Jede Korrespondenzbank auf dem Weg kann ihre eigenen Gebühren erheben, oft ohne Vorwarnung und ohne dass du als Absender genau weißt, wie viele Zwischenstationen genutzt werden. Das erklärt, warum eine SWIFT-Überweisung deutlich länger dauert und mehr kostet als eine Überweisung innerhalb Europas. Spezialisierte Anbieter wie Wise und Remitly umgehen dieses Problem, indem sie lokale Bankkonten in Zielländern halten und Zahlungen intern verrechnen - ohne SWIFT, ohne Korrespondenzbanken, zu einem Bruchteil der Kosten.

Was kostet eine internationale Überweisung bei der Bank?

Eine Überweisung von 1.000 Euro nach Indien mit der Deutschen Bank kostet nach aktuellem Preis- und Leistungsverzeichnis mindestens diese Bestandteile:

  • Überweisungsgebühr: 1,5 Promille vom Auftragswert, mindestens 10,00 Euro - bei 1.000 Euro also 10,00 Euro
  • SWIFT-Gebühr: 1,55 Euro pauschal
  • Fremdspesenpauschale: 25,00 Euro pauschal für Korrespondenzbanken
  • Wechselkursaufschlag: ca. 2,5 bis 4 % auf den echten Mittelkurs - bei 1.000 Euro weitere 25 bis 40 Euro

Gesamtkosten: zwischen 61,55 und 76,55 Euro auf eine Überweisung von 1.000 Euro. Der Empfänger bekommt erheblich weniger als du abgesendet hast.

Das ist kein Sonderfall der Deutschen Bank. Ähnliche Gebührenstrukturen haben die Commerzbank, die Sparkassen und nahezu alle traditionellen deutschen Kreditinstitute. Die Kombination aus pauschalen SWIFT-Gebühren, Korrespondenzbankenkosten und dem versteckten Wechselkursaufschlag sorgt dafür, dass selbst eine Auslandsüberweisung mittlerer Größe einen erheblichen Teil des gesendeten Betrags kostet. Bei kleineren Beträgen ist der prozentuale Verlust noch höher, da die Fixgebühren unverhältnismäßig stark ins Gewicht fallen.

Dieselbe Überweisung von 1.000 Euro nach Indien mit Wise kostet je nach Zahlungsart zwischen 4 und 8 Euro. Wise nutzt den echten Mittelkurs ohne Aufschlag. Der Empfänger bekommt also erheblich mehr als bei einer vergleichbaren Banküberweisung. Das ist der Unterschied, den du durch Vergleichen sparen kannst - und warum spezialisierte Anbieter bei internationalen Überweisungen fast immer die bessere Wahl sind.

Bessere Alternativen: Die besten Geldtransfer-Anbieter für internationale Überweisungen

Spezialisierte Geldtransfer-Anbieter nutzen eine grundlegend andere Infrastruktur als Banken. Statt Geld physisch durch das SWIFT-Netz zu schicken, halten sie Konten in lokalen Währungen in verschiedenen Ländern und verrechnen Zahlungen intern. Das ist günstiger, schneller und transparenter. Finanztip hat nach aktuellem Stand Wise als günstigsten Anbieter im Gesamtvergleich ausgezeichnet. Hier sind die drei empfehlenswertesten Anbieter für internationale Überweisungen aus Deutschland.

Wise

Gebühren & Wechselkurse10.0
Transfergeschwindigkeit9.0
Sicherheit & Vertrauen10.0
Service & Qualität9.5
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Wise - früher bekannt als TransferWise - ist der am häufigsten von unabhängigen Finanzexperten empfohlene Anbieter für internationale Überweisungen. Der entscheidende Vorteil: Wise nutzt immer den echten Mittelkurs, also den Kurs, zu dem Banken weltweit untereinander Währungen handeln. Auf diesen Kurs wird kein Aufschlag erhoben. Die Gebühr wird transparent und separat ausgewiesen - typischerweise zwischen 0,4 und 1,5 % je nach Währungspaar und Zahlungsart.

Wise ist in Deutschland bei der BaFin als Zahlungsdienstleister zugelassen. Kundenmittel werden separat vom Betriebskapital gehalten. Aktuell nutzen weltweit mehr als 12 Millionen Menschen Wise für Überweisungen in über 40 Währungen. Für viele Korridore - darunter EUR nach USD, INR, GBP, AUD oder PHP - ist Wise nachweislich günstiger als jede traditionelle Bank. Finanztip kommt in seinem aktuellen Test zum selben Ergebnis: Kein anderer geprüfter Anbieter war in der Gesamtschau günstiger als Wise.

Wise ist in den meisten Korridoren die günstigste Methode, Geld ins Ausland zu schicken - und das bei voller Kostentransparenz vor dem Absenden.

  • Echter Mittelkurs: kein Wechselkursaufschlag, keine versteckten Kosten
  • Transparente Gebühr: siehst du exakt vor dem Absenden - was du zahlst und was ankommt
  • Schnell: viele Überweisungen kommen am selben Tag oder innerhalb von 24 Stunden an
  • 40+ Währungen: von EUR nach USD, INR, GBP, AUD und vielen weiteren Zielen
  • BaFin-reguliert: Kundenmittel werden sicher und separat verwahrt

Remitly

Gebühren & Wechselkurse8.5
Transfergeschwindigkeit8.0
Sicherheit & Vertrauen10.0
Service & Qualität9.0
Unsere Bewertung lesen

Remitly ist speziell auf Überweisungen in Entwicklungs- und Schwellenländer ausgerichtet und besonders beliebt für Transfers nach Asien, Afrika und Lateinamerika. Das Angebot umfasst mehr als 170 Zielländer. In vielen davon bietet Remitly nicht nur Banküberweisungen an, sondern auch Mobile-Wallet-Auszahlungen sowie Barauszahlungen an lokalen Pickup-Stellen - das ist besonders nützlich, wenn der Empfänger kein eigenes Bankkonto hat.

Remitly bietet zwei Tarife: den Expresstarif für schnelle Lieferungen (oft innerhalb von Minuten bei Kreditkartenzahlung) und den Economytarif, der günstiger ist, aber bis zu 5 Werktage dauern kann. Der Wechselkurs enthält in der Regel einen geringen Aufschlag auf den Mittelkurs, der jedoch deutlich niedriger ist als bei jeder deutschen Bank. Für Überweisungen nach Indien, auf die Philippinen oder nach Mexiko ist Remitly oft einer der günstigsten und schnellsten Anbieter.

Remitly ist besonders stark, wenn der Empfänger kein Bankkonto hat oder das Geld schnell per Mobile Wallet oder Bargeld abgeholt werden soll.

  • 170+ Zielländer: breites Netzwerk, besonders stark in Asien, Afrika und Lateinamerika
  • Express- und Economy-Tarif: Geschwindigkeit und Kosten flexibel abwägen
  • Mobile-Wallet-Auszahlung: kompatibel mit GCash, bKash, M-Pesa und anderen
  • Barauszahlung: an tausenden Pickup-Stellen weltweit verfügbar

Xe

Gebühren & Wechselkurse7.5
Transfergeschwindigkeit10.0
Sicherheit & Vertrauen10.0
Service & Qualität9.0
Unsere Bewertung lesen

Xe ist vor allem für die Breite seines Angebots bekannt: Der Anbieter unterstützt mehr als 130 Währungen und ist damit einer der wenigen Dienste, der auch sehr selten gehandelte Währungen abdeckt. Xe ist besonders gut geeignet für größere Beträge und seltene Währungspaare, bei denen andere Anbieter entweder nicht verfügbar sind oder schlechtere Konditionen bieten.

Xe nutzt für viele Überweisungen ein eigenes Netzwerk lokaler Bankkonten, was schnellere Abwicklungen als klassische SWIFT-Überweisungen ermöglicht. Für große Beträge, typischerweise ab 5.000 Euro aufwärts, lässt sich bei Xe der Kurs oft persönlich verhandeln. Xe ist BaFin-reguliert, bietet persönlichen Kundenservice per Telefon und E-Mail und hat weltweit über 130 Millionen Nutzer, die die Xe-Plattform für Wechselkursinformationen und Geldtransfers nutzen.

Xe ist das richtige Werkzeug, wenn du Geld in einer Währung schickst, die andere Anbieter nicht oder kaum unterstützen.

  • 130+ Währungen: einer der breitesten Anbieter für seltene und exotische Zielwährungen
  • Große Beträge: persönlicher Service und verhandelbare Kurse ab ca. 5.000 Euro
  • Schnelle Abwicklung: eigenes Netzwerk lokaler Konten, oft schneller als SWIFT
  • BaFin-reguliert: sichere Verwahrung von Kundenmitteln, 130+ Mio. Nutzer weltweit

Jetzt Anbieter vergleichen und den günstigsten Kurs finden

Bevor du deine nächste internationale Überweisung aufgibst, lohnt sich ein kurzer Vergleich. Die Unterschiede zwischen Banken und spezialisierten Anbietern können bei einer einzigen Überweisung von 1.000 Euro schnell 50 bis 70 Euro ausmachen. Mit dem Vergleichsrechner siehst du sofort, was du bei verschiedenen Anbietern wirklich zahlst und wie viel beim Empfänger tatsächlich ankommt.

Wie lange dauert eine internationale Überweisung?

Die Dauer einer internationalen Überweisung hängt vom genutzten System, dem Zielland und dem Anbieter ab. SEPA-Überweisungen sind in Europa ungeschlagen. Außerhalb Europas variiert die Dauer erheblich. Die folgende Tabelle gibt eine realistische Übersicht der typischen Laufzeiten und Kosten für eine Überweisung von 1.000 Euro:

Methode

Dauer

Kosten bei 1.000 EUR

Reichweite

SEPA-Überweisung

0 bis 1 Werktag

Kostenlos oder minimal

36 europ. Länder, nur EUR

SWIFT über Bank

1 bis 5 Werktage

ca. 60 bis 80 Euro

Weltweit

Wise

Sekunden bis 2 Werktage

ca. 4 bis 10 Euro

Weltweit, 40+ Währungen

Remitly Express

Minuten bis wenige Stunden

ca. 5 bis 15 Euro

170+ Länder

Xe

Stunden bis 2 Werktage

variable, ab ca. 5 Euro

Weltweit, 130+ Währungen

Bitte beachte: Die angegebenen Bankkosten beziehen sich nur auf die ausgewiesenen Gebühren. Der Wechselkursaufschlag von 2 bis 4 % auf den Mittelkurs ist darin noch nicht enthalten. Bei einer Überweisung von 1.000 Euro kommen dadurch weitere 20 bis 40 Euro obendrauf. Der tatsächliche Gesamtpreis einer Banküberweisung ist also in der Praxis meistens höher als auf dem ersten Blick sichtbar.

Was brauche ich für eine internationale Überweisung?

Die konkreten Angaben, die du für eine internationale Überweisung benötigst, hängen vom Zielland und dem genutzten System ab. Für SEPA-Überweisungen innerhalb Europas reicht in der Regel die IBAN des Empfängers. Für SWIFT-Überweisungen außerhalb Europas oder bei Überweisungen in Nicht-Euro-Währungen brauchst du in der Regel mehr Informationen. Hier ist eine vollständige Übersicht:

  • IBAN des Empfängers: International Bank Account Number - die standardisierte Kontoidentifikation, international einheitlich aufgebaut
  • BIC/SWIFT-Code: Bank Identifier Code - identifiziert die Empfängerbank eindeutig im internationalen Netz; bei SEPA-Überweisungen oft nicht mehr erforderlich
  • Vollständiger Name des Empfängers: genau so, wie er auf dem Konto hinterlegt ist - Abweichungen können zu Rückbuchungen führen
  • Adresse des Empfängers: bei vielen außereuropäischen Überweisungen Pflichtfeld, besonders in den USA und Asien
  • Überweisungsbetrag und Zielwährung: manchmal kannst du wählen, ob du in EUR oder in der Landeswährung überweist
  • Verwendungszweck: optional, aber sinnvoll für die Nachverfolgung; manche Länder verlangen regulatorisch auch einen Transaktionsgrund

Bei Nutzung von Wise, Remitly oder Xe benötigst du dieselben Informationen - der Prozess ist jedoch durch geführte Eingabemasken einfacher und intuitiver als beim klassischen Online-Banking. In einigen Ländern sind zusätzliche Angaben nötig: In den USA eine Routing Number, in Großbritannien ein Sort Code und Account Number, in Australien eine BSB-Nummer. Spezialisierte Anbieter weisen dich automatisch auf länderspezifische Anforderungen hin.

Ist eine internationale Überweisung sicher?

Ja - internationale Überweisungen über regulierte Anbieter sind sehr sicher. Banken unterliegen strengen Regulierungsanforderungen durch die BaFin und die EZB. Auch die spezialisierten Anbieter Wise, Remitly und Xe sind in Deutschland und Europa lizenziert und werden von Finanzaufsichtsbehörden überwacht. Das bedeutet: Dein Geld ist bei keinem dieser Anbieter in einem unregulierten Raum.

Wise ist in Deutschland bei der BaFin zugelassen. Kundenmittel werden bei Wise separat vom Betriebskapital in sicheren Anlagen verwahrt - das heißt, selbst wenn Wise in finanzielle Schwierigkeiten geraten würde, ist das Geld der Kunden davon getrennt. Remitly ist in Deutschland ebenfalls reguliert. Xe gehört zur Euronet Worldwide Inc., einer börsennotierten Gruppe mit hohen Compliance-Anforderungen. Das Hauptrisiko bei internationalen Überweisungen liegt nicht in der Infrastruktur, sondern bei Falscheingaben und Betrugsfällen.

Einige einfache Vorsichtsmaßnahmen machen internationale Überweisungen noch sicherer:

  • Nur regulierte Anbieter nutzen: BaFin-Lizenz oder gleichwertige europäische Regulierung vorab prüfen
  • IBAN und BIC vor dem Absenden prüfen: ein Tippfehler kann zu erheblichem Rückbuchungsaufwand führen
  • Empfängerangaben auf zweitem Weg bestätigen: bei unbekannten Empfängern die Kontoinformationen separat verifizieren
  • Keine Transaktionen auf Anfrage fremder Personen: Überweisungsbetrug beginnt oft mit dringenden Bitten, Geld weiterzuleiten

Häufige Fragen zur internationalen Überweisung

Wie funktioniert eine internationale Überweisung genau?

Eine internationale Überweisung läuft in vier Schritten ab: Du erteilst den Auftrag, deine Bank prüft die Angaben und leitet die Zahlung weiter, die beteiligten Banken verrechnen die Forderungen durch ein Clearing-System, und die Empfängerbank schreibt den Betrag dem Konto des Empfängers gut. Außerhalb Europas nutzt deine Bank das SWIFT-Netzwerk und oft auch Korrespondenzbanken als Zwischenstationen.

Was ist der Unterschied zwischen SEPA und SWIFT?

SEPA ist das Zahlungssystem für Überweisungen in Euro innerhalb der 36 europäischen SEPA-Mitgliedsstaaten. Es ist schnell, günstig und standardisiert. SWIFT ist ein globales Kommunikationsnetzwerk für internationale Zahlungen in über 200 Ländern. SWIFT-Überweisungen dauern 1 bis 5 Werktage und sind durch Korrespondenzbankengebühren und Wechselkursaufschläge deutlich teurer als SEPA-Überweisungen.

Wie lange dauert eine internationale Überweisung?

SEPA-Überweisungen dauern 0 bis 1 Werktag, SEPA Instant sogar nur Sekunden. SWIFT-Überweisungen über traditionelle Banken benötigen typischerweise 1 bis 5 Werktage, je nach Zielland und Anzahl der Korrespondenzbanken. Spezialisierte Anbieter sind schneller: Wise liefert in vielen Korridoren am selben oder nächsten Tag, Remitly Express oft innerhalb von Minuten bis Stunden.

Was sind Korrespondenzbanken und warum machen sie Überweisungen teurer?

Eine Korrespondenzbank ist eine Zwischenbank, die genutzt wird, wenn deine Bank keine direkte Bankverbindung zur Empfängerbank im Zielland hat. Sie stellt die Verbindung her und kann dabei eigene Gebühren erheben. In manchen Transaktionen sind zwei oder drei Korrespondenzbanken hintereinandergeschaltet, was die Gesamtkosten erhöht und die Laufzeit verlängert.

Warum ist eine Auslandsüberweisung bei der Bank so teuer?

Banken berechnen für Auslandsüberweisungen außerhalb des SEPA-Raums mehrere Kostenblöcke: eine prozentuale Überweisungsgebühr (mindestens 10 Euro), eine SWIFT-Gebühr (ca. 1,55 Euro), eine Fremdspesenpauschale für Korrespondenzbanken (ca. 25 Euro) und einen Wechselkursaufschlag von 2 bis 4 % auf den Mittelkurs. Bei einer Überweisung von 1.000 Euro können das mehr als 60 Euro sein.

Was ist der Mittelkurs und warum ist er so wichtig?

Der Mittelkurs - auch Interbanken-Kurs oder Mid-Market-Rate - ist der Kurs, zu dem Banken weltweit untereinander Währungen handeln. Er ist der faire, unmanipulierte Referenzwert. Banken und viele Anbieter addieren auf diesen Kurs einen versteckten Aufschlag. Wise nutzt ausschließlich den Mittelkurs und weist alle Gebühren separat aus - dadurch sind die Gesamtkosten vollständig nachvollziehbar.

Wie sicher ist eine internationale Überweisung?

Internationale Überweisungen über regulierte Anbieter sind sehr sicher. Banken und spezialisierte Anbieter wie Wise, Remitly und Xe unterliegen der Aufsicht von Finanzaufsichtsbehörden wie der BaFin. Kundenmittel sind bei diesen Anbietern separat vom Betriebskapital verwahrt. Das Hauptrisiko sind Falscheingaben bei der Kontonummer oder externe Betrugsversuche.

Kann ich eine internationale Überweisung stornieren?

Ob eine Stornierung möglich ist, hängt davon ab, wie weit die Transaktion fortgeschritten ist. Bei Banken kann ein noch nicht ausgeführter SWIFT-Auftrag oft noch zurückgezogen werden. Bei spezialisierten Anbietern gibt es in der Regel ein kurzes Zeitfenster nach der Beauftragung. Ist die Zahlung bereits beim Empfänger angekommen, ist eine Rückbuchung ohne dessen Mitwirkung kaum möglich.

Wie kann ich eine internationale Überweisung verfolgen?

Banken bieten oft eine Transaktionsnummer (SWIFT-Referenz oder UETR), mit der der Status abgefragt werden kann. Spezialisierte Anbieter wie Wise und Remitly senden automatische Benachrichtigungen per E-Mail oder App-Nachricht über den Fortschritt der Überweisung - zum Beispiel, wenn die Zahlung auf dem Weg ist oder beim Empfänger angekommen ist.

Was passiert, wenn ich eine falsche IBAN eingebe?

Wenn die IBAN formal korrekt aufgebaut ist, aber zu einem anderen Konto gehört, wird das Geld auf dieses Konto überwiesen. Eine Rückbuchung ist dann nur mit Unterstützung beider beteiligter Banken und der Mitwirkung des falschen Empfängers möglich. Tippe IBANs immer sorgfältig ab und prüfe sie vor dem Absenden nochmals - ein Fehler kann zu erheblichem Aufwand und Wartezeit führen.

Wie viel kostet eine internationale Überweisung bei Wise?

Wise berechnet typischerweise zwischen 0,4 und 1,5 % auf den Überweisungsbetrag, abhängig von der Währung und der Zahlungsart. Für eine Überweisung von 1.000 Euro nach Indien liegt die Gebühr häufig zwischen 4 und 8 Euro - deutlich weniger als bei einer vergleichbaren Banküberweisung. Wise erhebt keinen Wechselkursaufschlag, da immer der echte Mittelkurs verwendet wird.

Welche internationale Überweisung ist für mich am günstigsten?

Das hängt von Zielland, Betrag und Geschwindigkeitsanforderung ab. Innerhalb Europas in Euro ist eine SEPA-Überweisung fast immer kostenlos. Außerhalb Europas ist Wise in den meisten Korridoren laut Finanztip der günstigste Anbieter. Für Überweisungen in Entwicklungsländer mit Auszahlung ohne Bankkonto ist Remitly eine gute Alternative. Für seltene Währungen oder sehr große Beträge empfiehlt sich ein Blick auf Xe.

Über den Autor
Mohammad Humaid

Mohammad Humaid

Bestätigter Autor

Mo ist der Gründer von MoneyTransferStore. Als Expat, der selbst die Herausforderungen von internationalen Geldtransfers erlebt hat, hat er es sich zur Aufgabe gemacht, anderen in ähnlichen Situationen zu helfen, versteckte Gebühren und schlechte Wechselkurse zu vermeiden. Mit einem Hintergrund in Fintech, Zahlungsverkehr und Web3 bringt Mo jahrelange praktische Erfahrung in den Aufbau einer Plattform ein, die auf Transparenz und Vertrauen ausgerichtet ist.